Täterarbeit

dieStandard interviewt Heinrich Kraus, (Triggerwarnung) der bei der Wiener Männerberatungsstelle schon lange therapeutisch mit Gewalttätern arbeitet:

Wir haben in den letzten zehn, zwöf Jahren viel geleistet und inzwischen gibt es einen Konsens in der befassten Öffentlichkeit, dass es Täterarbeit flächendeckend in Österreich braucht. Auch finanziell ist unsere Stelle heute nicht mehr ausschließlich vom Innenministerium abhängig, sondern bekommt Geld aus verschiedenen ministeriellen Quellen. All das schätze ich sehr positiv ein. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann, dass die Behandlungspläne besser auf den individuellen Fall abgestimmt werden. Wir könnten noch effektiver sein, wenn wir bei den Tätern differenzierter hinschauen könnten.

Absolut lesenswert.


2 Antworten auf “Täterarbeit”


  1. 1 Bula 15. Februar 2014 um 17:47 Uhr

    Für die „Opferarbeit“ ist aber auch zu wenig Geld da…

  2. 2 Daisy 12. März 2014 um 9:32 Uhr

    @Bula:
    Geld ist für sowas immer zu wenig getan. Ich seh das so: „Täterarbeit“ ist auch „Opferarbeit“. Indem dadurch verhindert wird, dass es zu Opfern kommt. Man kann sich nicht bloß hinterher erst um die Opfer kümmern und vorher nix tun.

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