Gynäkologenodyssee dank Fundichristen & AfD

In Stuttgart sucht ein Gynäkologe neue Klinikräume für ambulante Schwangerschaftsabbrüche, bis Februar muß er umziehen.
Das Problem dabei ist, daß irgendwelche übereifrigen Hardcorechristen den etwaigen Vermietern mit ihren berüchtigten Gehsteig“beratungen“ oder Prostesten drohen und sich die Suche so wesentlich schwieriger gestaltet.
Und dabei handelt es sich nicht um irgendeinen Arzt:

Der Umzug der Klinik schlägt hohe Wellen, weil ohne Stapf eine Versorgungslücke entstehen würde. Stapfs Klinik nimmt 2.200 Schwangerschaftsabbrüche pro Jahr vor. In ganz Baden-Württemberg werden nach Informationen der Beratungsstelle Pro Familia etwa 11.400 Schwangerschaften pro Jahr abgebrochen. Stapfs Anteil entspricht knapp 20 Prozent. Die Krankenkasse bezahlt die Abbrüche zu 85 Prozent.

Besonders pikant ist, daß die Abtreibungsgegner nun auch politische Rückendeckung bekommen – von (Überraschung…) der AfD.

[Prostestinitiator] Annen sagt auf taz-Anfrage, die Berichterstattung in der Presse in Sachen „Lebensschutz“ sei einseitig, er wolle sich deshalb nicht äußern. Für eine Demo in Stuttgart hatte er stadtbekannte Unterstützer gefunden: die Gemeinderäte der AfD.

„Ich war fassungslos“, sagt Marion Janke, leitende Ärztin der Pro-Familia-Beratungsstelle Stuttgart. „Es ist schon bemerkenswert, dass sich eine Partei in dieser Sache engagiert.“ Janke kritisiert, dass die Frauen durch solche Proteste kriminalisiert würden, obwohl sie nichts Illegales tun. „Diese kleine Gruppe, die Angst und Schrecken verbreitet, schüchtert die Frauen ein.“


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