Archiv für Juni 2015

Plattform gegen Onlinesexismus

„Wie bist du denn drauf, hast wohl deine Tage??“
„Kein Wunder, dass du eine Fünf in Mathe hast, du bist ja auch ein Mädchen…“
„Guck mal mit dem tiefen Ausschnitt muss die sich doch nicht wundern…“
„Haben Mädchen viele Freunde, sind sie Schlampen. Haben sie keinen Freund, sind sie verklemmt“

Du kennst das und hast noch weitere Beispiele parat? All diese Aussagen haben eines gemeinsam:

Das ist Sexismus: Und du musst dir das nicht gefallen lassen!

Großartige neue Website: die Onlineberatung für Mädchen und junge Frauen vom Frankfurter FeM-Mädchenhaus mit Forum und Infoseiten.

Online Harassment – last week, tonight & everyday

Man hat fast schon keine Lust mehr, Onlinesexismus und -belästigung mit Humor zu nehmen. John Oliver versucht es trotzdem:

Schlotte Kamuffel über männliche Feministen

Ich lehne den Begriff “männlicher Feminist” gar nicht grundsätzlich ab. Es gibt sicher welche, die dieses Label verdient haben. Betrachten wir es als einen Orden, eine Auszeichnung, “Feminist” genannt zu werden. Einen Orden verleiht man sich aber nicht selber, den muss man sich erst mal verdienen, bevor andere ihn dann verleihen. Als Selbst-Bezeichnung für Männer finde ich den Begriff wegen der oben beschriebenen Erfahrungen unpassend. Zu groß ist die Gefahr, dass sie ihn missbrauchen, um eigenes mieses Verhalten zu rechtfertigen, Kritik abzublocken, sich über andere zu stellen.

Schlotte Kamuffel: Können Männer Feministen sein?

Total Liberation Interview mit LISA Wiesbaden

Der Begriff „Total Liberation“ taucht in den letzten Jahren immer häufiger in der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung auf. Er umschreibt die Idee, alle emanzipatorischen Bewegungen unter dem Überbegriff „Total Liberation“ zusammenzuführen. Da zu diesem Thema bislang eher wenig geschrieben wurde, haben wir verschiedene Gruppen und Einzelpersonen innerhalb und außerhalb der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung gefragt.

Wie verstehen und interpretieren einzelne Gruppen und Personen aus dem emanzipatorischen Spektrum das Konzept „Total Liberation“? Welche Perspektiven und Möglichkeiten bietet dieser Ansatz? Welche Herausforderungen und Probleme ergeben sich aus dem Zusammenschluss mit anderen, nichtveganen, emanzipatorischen Gruppen? Wie können wir das Thema für Aktive aus dem emanzipatorischen Spektrum attraktiv zu machen, für die Tierrechte und Tierbefreiung aktuell noch nicht Teil ihres politischen Engagements sind?

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Open call for artists

Folgendes Mail erreichte mich kürzlich und wurde mir erlaubt zu veröffentlichen:

Liebe Alle,

anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Münchener Trans*Tagung im nächsten Jahr (2016), wird es eine große Trans*- und Inter-Tagung für den deutschsprachigen Raum geben, für alle Menschen die sich für ein Leben jenseits der heteronormativen Welt interessieren.

Die 4-tägige Veranstaltung (Himmelfahrt Do 05.05.2016 bis So 08.05.2016) möchte Trans*Menschen, Intersexuelle Menschen und alle Menschen die sich für ein Leben jenseits der heteronormativen Welt interessieren, zusammen bringen und ist zum aktuellen Zeitpunk wie folgt strukturiert:
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Boob Power

Der Freitag interviewt Annika Line Trost, die ein Buch mit teils unglaublich absurden Anekdoten über ihre Erfahrung als Frau mit Körbchengröße F geschrieben hat:

Was Ihre Brüste angeht, schreiben Sie von Ihren beiden „Mopswelpen“ – „so groß wie zwei Honigmelonen, so schwer wie vier Hefeweizen“.

Das ist doch ziemlich freundlich. Es wurde immer viel getuschelt und gezischelt. „Euter“, „Bälle“, „Quetschmänner“, „Twin Peaks“, „Gazongas“. Oder: „Du hast so schöne Augen.“ So viele andere Leute haben sich immer wieder ungefragt zu meinem Körper geäußert. Mit dem Buch hole ich mir die Deutungshoheit über meine Brüste zurück. Obwohl: Deutungshoheit klingt so theoretisch. Heute kann ich über vieles auch einfach lachen. Immerhin habe ich mit meinen Brüsten mehr spannende Dinge erlebt als etwa mit meinen Händen.

Die Erlebnisse reichen von Handwerkern, die Ihre Wohnung gar nicht mehr verlassen wollten, über Schmatzgeräusche und Pfiffe von Passanten bis zu dubiosen Castings für Werbespots und Fotostrecken.

Oder auch das: In Cafés hörte ich öfters Frauen am Nebentisch darüber beraten, ob meine Brüste frauenfeindlich seien.