Transidentität keine Hormonstörung

Eine neue US-Studie räumt nun endgültig mit der antiquierten Vorstellung auf, Transidentitäten rührten von einem hormonellen Ungleichgewicht her:

Wir konnten mit der rückständigen Annahme aufräumen, dass Transsexualität durch ein Hormonungleichgewicht hervorgerufen wird“, sagt Erstautorin Johanna Olsen. Entgegen früherer Annahmen hatten die Teilnehmer keine ungewöhnlichen Hormonspiegel.

Für den Hirnforscher Georg Kranz von der Medizinischen Universität Wien passt dieses Ergebnis gut ins Bild. Schließlich gehe man mittlerweile davon aus, dass sich die Anlagen zur Transidentität bereits im Mutterleib bilden und nicht umkehrbar sind: „Die geschlechtliche Prägung des Körpers – und damit auch die späteren Hormonwerte – und die des Gehirn geschehen zeitlich versetzt während der Schwangerschaft.“


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