Anti – Street Harrasment Woche 10. – 16. April 2016

Wir sind wütend, weil wir nicht sicher sind auf unseren Straßen, wie es uns einschränkt, uns unserer Freiheit beraubt. Nicht erst jetzt, nachdem seit der Silvesternacht ganz Deutschland auf einmal Sexismus, Street Harassment, sexuelle Belästigung entdeckt hat. Wir sind wütend, weil sexuelle Belästigung nicht erst Silvester erfunden wurde, sondern schon immer vorhanden war. Wir sind wütend darüber, dass nicht endlich eine Auseinandersetzung mit den allgegenwärtigen Sexismen in unserer Gesellschaft stattfindet.

Stattdessen werden hegemoniale Männlichkeiten reproduziert, in denen wir entrechtet werden, indem uns der Diskurs, das Selbstbestimmungsrecht aus der Hand genommen wird. Wir werden instrumentalisiert für fremdenfeindliche, rassistische Propaganda, die Betroffene benutzt, um gegen Fremde zu hetzen. Wir wurden instrumentalisiert für das verschärfte Asylpaket II, bei dem kurzerhand der Schutz der Frauen vor Gewalt rausgeschmissen wurde, obwohl damit gegen die EU-Richtlinie 2013/33/EU des EU-Parlaments und des EU-Rates verstoßen wird. Unser Sexualstrafrecht ist nach wie vor nicht ratifiziert.

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