(via idhl)
Beiträge von classless
Die hier schon mehrfach zitierte Holly von The Pervocracy stellt eine Typologie von Positionen in Vergewaltigungsdiskussionen auf: The People You Meet When You Write About Rape.
Mr. I‘m Not Blaming Her But It’s Her Fault
„Rape is never the victim’s fault, of course. But I just want people to admit that she has some responsibility. That she maybe played a part in it. That in an alternate universe where she‘d done things differently and she lived in a steel Battlemech wearing a chastity belt, she wouldn‘t have gotten raped, and she did make the choice to not use a Battlemech. I just need people to acknowledge that.“
Ebenfalls empfehlenswert ist ihre Sammlung von „Argumenten“ zum Thema Gay Rights: How to discuss gay rights like a reasonable adult.
Argument from Children Starving In India, New Millenium Edition
„Why are we even arguing about this when our economy is in the state it’s in?“Argument from Gays Starving In India
„Why are you worrying about some poorly chosen words when gay people still get beaten in other places?“Argument from Blind Faith
„The number one, most important tenet of Christianity is to hate gay people. It’s the entire foundation of my faith. Look at the first page of the Bible: „In the beginning God created the heaven and the earth, and don‘t be a faggot.“
In der aktuellen „konkret“ schreibt Iris Dankemeyer kritisch über die neueren Darreichungsformen der Nicht-Monogamie. Unter der recht reißerischen und schiefen Überschrift „Fuck Polyamory“ weist Dankemeyer zunächst auf die Entstehung der Bewegung Ende der 90er im queerfeministischen Umfeld in den USA:
Sie verstand sich als Angriff auf den Doppelstandard, der hinsichtlich des Monogamiegebots zwischen Männern und Frauen bestand, denn während erstere die eheliche Treue leicht durch Konkubinen, Mätressen und Prostituierte umgehen konnten, hatten Frauen kaum Gelegenheit zum Seitensprung, wenn nicht gerade ein Klempner ihren Herd reparierte.
Vom Ansatz der „Ethical Slut“ sei jedoch wenig übriggeblieben:
Im seit Beginn des Jahres lieferbaren Band Polyamory von Thomas Schroedter und Christina Vetter wird Polyamory aus pädagogischer Sicht gerechtfertigt und als liberaleres Leben im falschem verkauft, in Oliver Schotts demnächst erscheinendem Lob der offenen Beziehung wird die Polyversion als Optimierung menschlichen Sozialverhaltens gefeiert. (…) Zudem weisen die Autoren auf die Nichtbetonung von Sexualität im Ausdruck Polyamory hin. Ging es bei den Schlampen noch darum, im Falle von Zuneigung auch Sex zu haben, soll zum Sex nun unbedingt das Gefühl hinzukommen.
Wenn auch im weiteren Verlauf des Textes streckenweise das bloße Ansinnen, intime Beziehungen irgendwie vernünftig zu gestalten, unter Beschuß genommen wird, macht Dankemeyer auch hierzu viele richtige Beobachtungen:
Im Zuge der Debatte um die szenezentrale Frage, wie mit dem Phänomen der Eifersucht umzugehen sei, zeigt sich, wie die Verunsicherung darüber, plötzlich nicht mehr exklusives Objekt der gesteigerten Aufmerksamkeit der oder des Liebsten zu sein, mit einer Kuschelideologie kompensiert wird. Wenn alle Polys nur fest zusammenhalten, können sie gemeinsam die Gefahr der Kränkung minimieren. Zurückweisungen werden sozial abgepolstert, immerhin sind alle Polys quasi ständig auf dem Antiheiratsmarkt verfügbar. Auffällig in beiden Publikationen ist die Tendenz, die zu erleidenden Kränkungen, die ein Treuebruch nun mal bedeutet, vollständig wegzurationalisieren.
Bei Schroedter/Vetter ist Eifersucht schlicht eine „gesellschaftliche Programmierung“, und diese „erlernte Reaktion“ kann man/frau eben auch wieder „verlernen“. Polyaktivistinnen und -aktivisten nehmen sie nicht hin, sondern arbeiten an ihr und empfinden sie als Training für ihre Selbstkonditionierung. Auch bei Schott ist Eifersucht nichts als „monogames Ressentiment“: Ein bißchen „Selbstdisziplin“ sei schon nötig, die „neue Einsicht“ müsse schließlich erst „mühsam verinnerlicht“ werden. Aber die Konditionierung zahlt sich aus, am Ende erfolgt die „neue Verhaltensweise“ ebenso „spontan und mühelos“ wie die vorangegangene (also im Grunde ebenso unreflektiert und automatisch). Wer nicht mehr „mononormativ“ denken will, muß eben die „Partei der Freiheit“ ergreifen – so als könne man sich seine Psychologie selbst erfinden.
Die Debatte über nicht-monogame Formen intimer Beziehungen, die vielen nur zur Anpassung ans Herumgeschubstwerden durch Markt und Staat zu dienen scheinen und die selbst wieder zu Norm und Zwang werden können, sollte wohl tatsächlich geführt werden. Dabei sollten auch die nach wie vor je nach (zugeschriebenem) Geschlecht völlig unterschiedlichen Ausgangspositionen unbedingt zur Sprache kommen.
Offene Beziehungen, Polyamory und ethisches Schlampentum können, wenn alle Beteiligten ihnen freiwillig zustimmen und mit ihnen emotional zurechtkommen, sehr befreiend wirken, aber eben nur dann. Und so richtig die Überlegung ist, daß erlernte Verhaltensmuster prinzipiell abgelegt werden können, so verheerend scheint es mir, deshalb davon auszugehen, daß dies jedem in der gewünschten Weise durch bloße Selbstkonditionierung gelingen muß. Die offenbar zugrundeliegende Behandlung der somit unerwünschten Gefühle und Verhaltensmuster als bloße Hindernisse finde ich erschreckend. Auch der Versuch, die Gesellschaft durch eine Art Liebes-Solidarität verändern zu wollen bzw. das eigene Liebesleben einer solchen Gesellschaftsvorstellung anzupassen, erscheint mir gefährlich, da ich eine gesellschaftliche Vermittlung unabhängig von der jeweiligen wechselseitigen Zuneigung der konkreten Personen für eine zivilisatorische Errungenschaft halte.
Feminists do not want to see men degraded.
Feminists do not have a fixed idea of men’s „proper role“ in the family or in life.
Feminists do not want to see a Senate that’s 83% women, or a corporate leadership that’s 85% female.
Feminists do not want men to be paid less than women, or receive fewer career opportunities.
Feminists do not fetishize men’s bodies while ignoring their minds.
Feminists do not condone or excuse violence against men.
Feminists do not want men to lose their access to family planning and healthcare.
Feminists do not want to erode men’s control over their own bodies and lives.
Feminists do not want to teach young boys to be submissive and passive.
Feminists do not demand men be constantly sexually appealing and available, then shame them when they are.
Feminists do not describe men as less intelligent, or more emotional, or as somehow different from humans in their thought processes.Feminists want to give to women, not to take from men.
(Please note that the counterpoint to all these things is „sexists,“ not „men.“)
The Pervocracy: Feminism is not sexism on Opposite Day.
We learn to reject men, not because we don‘t want them, but because we aren‘t sure that their advances are the friendly kind. Even when I‘m horny as hell, I can‘t turn off the creep-dar, and when a guy is physically attractive to me but sets off the creep-dar in any way, I can‘t sleep with him. I know this is unfair to guys who aren‘t creeps, but don‘t blame women--blame creepy men. (…) When I decide whether to go home with a new guy, we‘re both thinking about whether we want to fuck each other, but only I‘m thinking about whether or not he‘ll stop when I say „no.“
“So it’s a little disconcerting that at 12, 13 years old, I was stamping myself with this complete and total interest in submission, when I didn’t have any experience with sex at all,” she says. “It’s an interesting seed to plant in a teenager’s mind that that’s how sex operates.”
Internal Affairs: How Ayn Rand Followers Rationalize “Welcomed” Rape
Mein Blogbericht vom gestrigen Abend zu queerfeministischen Pornos:
PorYes im Sonntags-Club (ca. erste Hälfte)
(classless Blog)
I agree that human behavior is evolved, but I believe that we evolved into humans. If we still had the hierarchies and behaviors of apes on the savannah, we’d be apes on the savannah. (Also, even apes are often more complex than Kanazawa assumes.) It’s like saying “dolphins are descended from land creatures with legs, therefore dolphins have legs.” And the idea that men are harem-keeping sperm machines and women are antler-contest-judging baby machines is some serious dolphin legs. Morality, creativity, abstraction, empathy—these are our flippers.
Mal wieder The Pervocracy (und mal wieder via figleaf)
Bezugnehmend auf die Kommentare unter diesem Tagesspiegel-Artikel über den Fall Polanski bloggt die Autorin:
Auch bitte dort bei Gelegenheit die Kommentare verfolgen, die meisten Kommentatoren, die darauf beharren, dass die Unschuldsvermutung gelte, solange er nicht rechtmäßig verurteilt sei, kommen von Männern. Die Kommentare, die darauf beharren, dass politisches Kalkül bei all dem mit im Spiel sei, kommen von Männern. Die Kommentare, die darauf beharren, dass es im höchsten Fall Missbrauch und keine Vergewaltigung war, kommen von Männern. Die Kommentare, die das Rechtswesen hoch und runter durch deklinieren, kommen von Männern. Die Kommentare, die dem Mädchen und seiner Mutter die Schuld geben, kommen von Männern. Gegenkommentare kommen von Männern und Frauen.
lantzschi/Medienelite: „It’s the bitches, idiot“
(via Mädchenmannschaft)
Waiter: Would you like some coffee?
Woman: Yes, please.
Waiter: Just say when. (Starts to pour.)
Woman: There. (He keeps pouring.) That’s fine. (He pours.) Stop! (She grabs the pot; there is coffee everywhere.)
Waiter: Yes, ma‘am.
Woman: Well, why didn‘t you stop pouring?
Waiter: Oh, I wasn‘t sure you meant it.
Woman: Look, of course I meant it! I have coffee all over my lap! You nearly burned me!
Waiter: Forgive me, ma‘am, but you certainly looked thirsty. I thought you wanted more.
Woman: But -
Waiter: And you must admit, you did let me start to pour.
Aus dem Stück „Until Someone Wakes Up“ von Carolyn Levy und einer Gruppe von Studierenden des Macalester College.
Via: Female Impersonator: Coffee and Consent
Das Buch „Why Women Have Sex“ von Cindy Meston und David Buss ist anderswo schon ausführlich kritisiert worden, zum Beispiel bei Figleaf. Holly von The Pervocracy kommentiert es so:
I‘m going to write a book, „Why Women Have Lunch.“ Hunger is the obvious reason, but as my highly scientific survey reveals, women may also have lunch to socialize, to take a break from work, or even simply out of habit. Some women want the opportunity to try a new food, and others may want warm food on a cold day. Wow, women sure are complicated!
The Pervocracy: Why Women Have Sex.
„Oh, well, all those guys in the back, they really hate you because you‘re so pretty.“
Bitch Ph.D.: „Hot/Hate For Teacher“
Via Figleaf fand ich eine Umdrehung von „rape prevention“-Verhaltensempfehlungen, die sich üblicherweise an potentielle Verwaltigungsopfer richten. So klingt es, wenn die potentiellen Täter entsprechend angesprochen werden:
1. Don’t put drugs in people’s drinks in order to control their behavior.
2. When you see someone walking by themselves, leave them alone!
3. If you pull over to help someone with car problems, remember not to assault them!
4. NEVER open an unlocked door or window uninvited.
5. If you are in an elevator and someone else gets in, DON’T ASSAULT THEM!
6. Remember, people go to laundry to do their laundry, do not attempt to molest someone who is alone in a laundry room.
7. USE THE BUDDY SYSTEM! If you are not able to stop yourself from assaulting people, ask a friend to stay with you while you are in public.
8. Always be honest with people! Don’t pretend to be a caring friend in order to gain the trust of someone you want to assault. Consider telling them you plan to assault them. If you don’t communicate your intentions, the other person may take that as a sign that you do not plan to rape them.
9. Don’t forget: you can’t have sex with someone unless they are awake!
10. Carry a whistle! If you are worried you might assault someone “on accident” you can hand it to the person you are with, so they can blow it if you do.
And, ALWAYS REMEMBER: if you didn’t ask permission and then respect the answer the first time, you are commiting a crime- no matter how “into it” others appear to be.
No, Not You: Sexual Assault Prevention Tips Guaranteed to Work!
