Beiträge von Erika

Über die deutsche Frauenlage

Ein interessanter Bericht der New York Times über die deutsche Frauenlage bzw. die großen Probleme Deutschlands:

Women Nudged Out of German Workforce

“…Germany is good at structural reforms, but not at cultural reforms,” said Thomas Sattelberger, human resource chief at Deutsche Telekom.
[…]
Despite a battery of government measures and ever more passionate debate about gender roles, only about 14 percent of German mothers with one child resume full-time work, and only 6 percent of those with two. All 30 DAX companies are run by men. Nationwide, a single woman presides on a supervisory board: Simone Bagel-Trah at Henkel.
[…]
For the developed world, Germany’s situation suggests that puzzling out how to skirt or remove enduring barriers to women’s further progress is one of the hardest questions to solve.
Yet if Swedish executive suites boast 17 percent women and the United States and Britain 14 percent, in Germany it is 2 percent — as in India, according to McKinsey’s 2010 Women Matter report.
One of the countries in most need of female talent — at 1.39 the German birthrate is among the lowest in Europe and labor shortages in skilled technical professions are already 150,000 — Germany is a place where gender stereotypes remain engrained in the mind, and in key institutions across society.
[…]

Nochmal sexistische Werbung

In Berlin sieht man schon überall die neue Werbekampagne von dem italienischen Jeans Hersteller Liu-Jo . Die halbnackte Kate Moss zwinkert den Vorbeikommenden zu und erinnert uns daran, dass Frauen ständig sexy und lüstern wirken müssen, auch wenn sie nur zu Hause liegen und ein paar alltägliche Jeans tragen wollen.

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Die Werbekampagne finde ich irgendwie lächerlich, es ist nach dem Macho-Standard stark übertrieben und gezwungen, man sieht nicht mal die Jeans die sie verkaufen, die weibliche Nacktheit nimmt den meisten Platz des Bildes. Wie kann eine Frau sich dafür entscheiden was zu kaufen, das sie nicht mal gut sehen kann?
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66 Frauenmorde – In Italien werden Täter immer noch freigesprochen

Übersetzt von Femminismo a Sud:

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„Während hier in Italien ganz viele Sachen jeden Tag passieren, möchte ich euch nochmals daran erinnern, dass Frauen noch massakriert, verfolgt, angegriffen, vergewaltigt und getötet werden (66 Frauenmorde seit Anfang 2011) . Dazu kommt noch die bezügliche Auswirkung von sexistischen Beiträgen, die einen gewalttätigen Mann als einen feurigen Liebhaber beschreiben mögen.

Es sieht so aus, als ob ein Angriff zu den Risiken gehöre, die wir automatisch eingehen, wenn uns die heiße Leidenschaft gefällt. Man will überhaupt nicht damit aufhören, Frauen zu dämonisieren und gewalttätige Männer auf jeden Fall zu entschuldigen.

Beispiel:

Ein geschiedener, jetzt bei der Mutter lebender Kerl, Vater von 2 Kindern, hatte eine Prostituierte in seine Garage entführt, um sie zu foltern und töten.

Am 26.05.11 wurde die Leiche von Gianina Viorica Ganfalianu mit bestimmten Folterspuren im Koferraum eines Kunden gefunden. Sie war an Erstickung gestorben. Er hatte ihr den Mund zugepflastert und Füße und Hände hinter dem Rücken mit Stromkabel und anderen Strängen zusammengefesselt. Die Frau wurde wochenlang im Auto entführt und gewaltsam gequält. Eine regelrechter Horrorgarage war das, mit Bett, SM-Ausrüstung und zahlreichen Pornofilmen ausgestattet.

Ein erotisches Spiel wird dieser Mord sogar genannt.

Die Zeitung Repubblica richtet die ganze Aufmerksamkeit auf ihn, er wird als ein armer Mann bezeichnet, der Opfer seiner Ex-Frau war, ansonsten hätte er nicht es gebraucht, zu einer Prostituierten zu gehen, und er hätte dann keinen Hass gegen Frauen gehabt.

Ja, Frauen haben sogar auch die Pflicht, solchen Gräueln vorzubeugen.

Das ist ein übliches Märchen, in dem der Mann nichts für seine Natur kann und die Frau keine andere Wahl hat, außer sich privat massakrieren zu lassen, um der Welt das Sehen eines Killers zu ersparen.

Auf jeden Fall ist da immer die Exfrau Schuld.

[…]

Hauptsache, es wird eine Frau zum Scheiterhaufen gebracht. Das Wichtigste ist, die Hexenjagd wiederzubeleben, diesen von vorurteilsvollen Leuten animierten Frauenhass zu unterstützen, die moralisch hunderte von Verbrechen verursachen, die Frauen und Kinder als Opfer haben.

Wir befinden uns im Jahre 2011 aber alles scheint genau wie vor vielen, zu vielen Jahren zu sein.

Frauen, Schwestern, worauf warten wir, mit unserer Revolution anzufangen?“