Uganda: Stoppt das „Tötet die Homos“-Gesetz Jetzt!
Innerhalb der nächsten 72 Stunden könnten konservative gesetzesmacher_innen ein Gesetz verabschieden, dass LGBT zu sein zu einem Verbrechen machen würde, das mit dem Tod bestraft wird.
Dieses haßerfüllte gesetz ist Teil der Unterdrückung pro-demokratischer Kräfte innerhalb Ugandas durch die Regierung – und die Zeit drängt, dies zu stoppen.
Bitte unterzeiche diese Petition und teile Sie. Sie verlangt, dass der ungandische Präsident Museveni diese menschenrechtsverletzung verhindert, in dem er öffentlich verkündet, gegen das Gesetz ein Veto einzulegen:
President Yoweri Museveni:
The world is united with human rights activists in Uganda, in asking that you publicly declare your intention to veto the „Anti-Homosexuality“ bill.
Don‘t let this law, and the worsening human rights situation in the country, make Uganda in to a pariah nation in the international community.
Weihnachtszeit ist Spendenzeit – und darum poste ich hier einen Spendenaufruf, der mich erreicht hat, für ein Mädchenprojekt: Maruschka – der besondere Reithof – braucht Hochwasserhilfe!
Der Reithof Maruschka wird getragen vom Verein Babayaga e.V. und bietet traumatisierten Mädchen ein sicheres Zuhause in Form einer rund um die Uhr betreuten WG, oder besser: einer liebevollen Großfamilie. Ca. 40 Pferde und viele andere Tiere haben hier ihren Platz und helfen u.a. in therapeutisch angeleiteten Mensch-Tier-Begegnungen bei Aufarbeitung und persönlicher Entwicklung. Der Reithof Maruschka bietet Mädchen und Frauen in Gefahr einen Schutz- und Zufluchtsort, um Kraft zu schöpfen und neue Lebensperspektiven zu entdecken.
Der Damm in Meuselko ist gebrochen. Das Hochwasser hat Haus und Hof überschwemmt. Erheblicher Schaden wurde angerichtet, der von der Versicherung nicht getragen wird. Der sozialen Einrichtung fehlen finanzielle Mittel um die zusätzlichen Kosten der Schadensbeseitigung tragen zu können. Die derzeitige Situation hat den Hof in eine existenziell bedrohliche Lage gebracht – aus eigener Kraft kann der Reithof Maruschka nicht
überleben. (mehr…)
Am 16. November stimmte die Generalversammlung der United Nations mit 79 zu 70 Stimmen für eine Änderung der „Resolution gegen außergerichtliche, willkürliche Hinrichtungen und Massenexekutionen“ – sexuelle Orientierung wird nun nicht mehr explizit erwähnt. Die Resolution fordert Staaten u.a. auf, Hinrichtungen auf Grund von Diskriminierung zu unterbinden, bzw. juristisch zu verfolgen. Die Resolution wird alle zwei Jahre von der Generalversammlung bestätigt und enthielt seit 1999 auch den Hinweis, dass Menschen, die auf Grund ihrer sexuellen Orientierung gefährdet sind, ebenso zu schützen seien wie z.B. ethnische oder religiöse Minderheiten, Straßenkinder oder Menschenrechtsaktivist_innen. (mehr…)
Hier eine Pressemitteilung des Netzwerks Transgender Europe (habe leider keine Zeit, das zu übersetzen):
Commemoration brutally defiled – Transgender Day of Remembrance in Kiev attacked
For IMMEDIATE RELEASE
Nov, 22nd 2010
The European network, Transgender Europe, is shocked over the brutal attack on the Transgender Day of Remembrance -TDoR in Kiev on Nov 20th.
In, what was obviously a planned attack, about ten masked men broke into the Visual Culture Center during a film screening, attacked the over thirty spectators with tear-gas and brutal violence and escaped unknown. (mehr…)
„Picture a husband and wife team from the golden age of comedy. Now picture them singing sweetly about threesomes and taking it in the ass…“
Die Wet Spots sind meine musikalische Entdeckung des Monats, gut gegen regnerische Stimmung und Ärger über Menschen, die Anderen ihr Begehren als unmoralisch, nicht feministisch genug, politisch unkorrekt oder einfach nur igitti-bäh madig machen wollen.
Hm, schwer, eine Auswahl zu treffen, hier also meine drei Favourites (mehr davon auf myspace):
Tim Stüttgen fragt in der Jungle World „Gibt es den politisch korrekten Fick? Oder die politisch korrekte Sexwelt? Gibt es einen politisch korrekten Fick im Falschen?“ und kommt zu recht zwiespältigen Antworten.
Am Samstag versammelten sich etwa 1000 Abtreibungsgegner_innen in Berlin zu einem Schweigemarsch. Und selbstverständlich hat es sich das Bündnis gegen Abtreibungsverbot und christlichen Fundamentalismus nicht nehmen lassen, auch dieses Jahr dagegen zu protestieren. Den Bericht des Bündnisses, zahlreiche Presseberichte und Videos gibt es hier und hier.
Danke an alle die dabei waren: ihr wart super!
Mein Lieblingsvideo:
Hat mich heute morgen beim Kaffee amüsiert: Christine O‘Donnell, die gerade die Vorwahlen der Republikaner zum Kongress in Delaware gewonnen hat, hat schon vor 15 Jahren als „christliche Aktivistin“ viel Müll geredet: Masturbation ist Fremdgehen, wir müssen uns dringend die Reinheit unserer Herzen erhalten, und überhaupt, wo kommen wir denn da hin, wenn jede_r es sich selbst besorgt: „If he already knows how to please himself, where in the picture am I?“
Wie auf diesem Blog schon berichtet wurde, wollen auch dieses Jahr wieder selbst ernannte Lebensschützer in Berlin marschieren. „Lebensschützer“ wenden sich gegen das Recht von Frauen, frei und selbstbestimmt über ihren Körper zu entscheiden. Sie greifen dabei auf falsche Zahlen und erfundene Krankheiten zurück: Angeblich werden pro Werktag 1000 Abtreibungen in Deutschland durchgeführt – de facto ist es etwa die Hälfte. Ebenso angeblich leiden etwa 90% aller Frauen nach einer Abtreibung am „Post Abortion Syndrom“ – einem Syndrom, dass sich wissenschaftlich nicht nachweisen lässt. (mehr…)
Auch dieses Jahr wieder rufen christlich-fundamentalistische Gruppen zum „Marsch für das Leben“ in Berlinauf. Mit Propaganda und flaschen „Fakten“, aber auch mit prominenter Unterstützung, etwa von Eva Herman, kämpfen sie für ein kompletttes Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen und für eine Gesellschaftsordnung, die patriarchal und homophob ist. Das Bündnis „1000 Kreuze in die Spree!“ ruft auch dieses Jahr wieder zu einer Kundgebung gegen die selbsternannten Lebensschützer auf:
Abtreibungsverbote abschaffen – Gegen christlichen Fundamentalismus
Für den 18. September 2010 mobilisiert der Bundesverband Lebensrecht zu einem „Schweigemarsch“ mit dem Titel „1000 Kreuze für das Leben“. Damit wollen die selbst ernannten Lebensschützer für ein generelles Verbot von Abtreibungen demonstrieren.
Wir rufen dazu auf, dem Marsch der Fundamentalist_innen laut und mit vielfältigen Aktionen entgegenzutreten und fordern:
• Streichung des Paragraphen §218 aus dem Strafgesetzbuch
• Entscheidungsfreiheit für oder gegen eine Abtreibung ohne Bevormundung
• Die Verwirklichung des Rechts auf freie Familienplanung und Sexualität für alle, ohne dabei die Freiheiten anderer einzuschränken (mehr…)
Pakistan steht unter Wasser, 6 Millionen Menschen brauchen dringend Lebensmittel und Trinkwasser, 14 Millionen Menschen sind von der Flut betroffen. Im Moment befürchten die Hilfsorganisationen vor allem den Ausbruch von Epidemien, Cholera-Fälle gibt es bereits.
Pakistan wird mit dieser Situation nicht alleine fertig werden, und allein die Anzahl der betroffenen Menschen ist – für mich- fast unvorstellbar.
Ärzte ohne Grenzen ist eine der Organisationen, die die so dringend benötigte Hilfe bereitstellen. Ich zweifle allerdings gerade sehr an den ethischen Grundsätzen, mit denen die grenzenlosen Ärzte an ihre Arbeit herangehen. Der Präsident der deutschen Sektion gab am 12.08.2010, kurz vor seinem Abflug nach Pakistan, ein Interview, in dem er ziemlich haarsträubende Dinge von sich gab:
Es sei selbstverständlich, dass seine Kolleginnen dort Kopftücher trügen, um auch von der Bevölkerung akzeptiert zu werden, sagte Tankred Stöbe (41), Präsident des deutschen Zweigs der Nothilfe-Organisation, in einem epd-Gespräch am Donnerstag, kurz bevor er nach Pakistan flog.
Frauen im Katastrophengebiet würden auch nur von Ärztinnen oder Krankenschwestern behandelt, nicht von männlichen Medizinern. Der Respekt vor der Kultur gehe soweit, dass Frauen nicht behandelt würden, wenn der Ehemann das ablehne.
In den USA ist ein Ego-Shooter auf den Markt gekommen, bei dem mensch durch eine Stadt laufend von zahlreichen Typen angequatscht wird – und entscheiden kann, ob es für ein „Nice Bounce, Baby!“ Herzchen gibt oder nicht doch eher eine Salve aus der „3′ long .80 caliber machine gun“. Das für und wieder des Spiels wägt Helga Hansen in der Jungle World ab, von mir nur so viel: Wenn dieses Spiel den Effekt hat, dass ich einem Typen weniger zwei Stunden lang meinen Alltag schildern und erklären muss, dass es nicht geil ist, wenn Einer auf dem Weg zum Bäcker drei Typen mehr als auffällig auf die Titten gucken und einem einer davon noch hinterherpfeift, und dass das keine Ausnahme, sondern Alltag ist, hat dieses Spiel seinen Zweck erfüllt. Und nach einem Tag, an dem mir besonders viele dreiste Sexisten über den Weg gelaufen sind, ein paar davon virtuell abzuknallen, war gar nicht so schlecht.
„Krankheiten gehören behandelt, nicht gefeiert“ – so der eher menschenverachtende als nächstenliebende Spruch betender Piusbrüder beim Stuttgarter CSD. Ein Video dazu gibts bei Spiegel TV.
Nachdem im letzten Jahr der Abtreibungsarzt Gerorge Tiller erschossen wurde, war recht schnell der Täter Scott Roeder gefunden, der im April diesen Jahres zu einer lebenslangen Haft veruterilt wurde. Ebenso schnell galt Roeder als „Einzeltäter“. Ms. meint dazu „But for loners, these guys have a lot of friends. A lot of the same ones, in fact.“ und veröffentlicht einen Bericht über die Connetions der fundamentalistischen und gewalttätigen Abtreibungsgergner_innen.
via no218nofundis
Einige Berliner Mädchenblogger_innen trafen sich letzten Freitag erstmals im Silver Future in Berlin – erstmal zum kennenlernen und austauschen. Wir kamen ziemlich schnell zu dem Schluss, dass uns ein Austausch im Real Life wichtig ist- weil viele Dinge dann schneller zu klären sind, weil so neue, gemeinsame Ideen entstehen können und wir herausfinden können, was uns gemeinsam wichtig ist, nervt oder wozu wir Unterstützung brauchen.
Außerdem sind wir neugierig: wer liest unseren Blog eigentlich? Gibt es Leute, die eigentlich gerne schreiben würden, aber sich in einer eher anonymen Struktur nicht wohl fühlen?
Darum haben wir kurzerhand beschlossen, ab jetzt einmal im Monat ein Mädchenblog-Treffen in Berlin abzuhalten: An jedem ersten Montag im Monat im Silver Future in der Weserstr. 206 in Berlin-Neukölln. Willkommen sind ausdrücklich nicht nur Autor_innen des Blogs, sondern auch Leser_innen.
Das erste Treffen findet am 02. August ab 19.00 Uhr statt. See you on the edge of a silver future …