Beiträge von leonie

Radikale AbtreibungsgegnerInnen in Wien

In Wien wird vom 4. bis zum 8. Oktober der „6. Welt-Gebets-Kongress für das Leben“ stattfinden. Auf dem von Human Life International organisierten Kongress werden bekannte AbtreibungsgegnerInnen wie Weihbischof Andreas Laun, Bischof Klaus Küng, Trauma-Therapeutin Angelika Pokropp-Hippen und Philip Reilly anzutreffen sein. Diskutiert wird auch die Teilnahme zweier bekannter österreichischer ÖVP-Politiker, darunter Vizekanzler Michael Spindelegger.
Angeboten werden bei dem Kongress Workshops wie “ Heilung nach Abtreibung“ oder Diskussionsrunden zu Themen wie „Das Recht der Katholiken, sich Gesetzen und Vorschreibungen zu widersetzen, die im Widerspruch zu Gottes Gesetz stehen.“

Mit ihrer radikalen Rhetorik wollen AbtreibungsgegnerInnen Frauen jegliches Recht auf einen Abbruch nehmen. Das Bestehen eines Fötus wird dabei klar über das Leben und die Entscheidungfreiheit eines Menschen gestellt.
Unterstützt werden die radikalen AbtreibungsgegnerInnen dabei tatkräftig von anderen frauenfeindlichen Institutionen wie der katholischen Kirche oder anderen rechtskonservativen Gruppierungen.
In Wien wird am 4.10 eine Gegendemonstration stattfinden. Treffpunkt Schottentor/Universität Wien 17:00 Uhr.
Wer Lust hat die Organisator_innen zu unterstützen kann am 13.9 um 19.00 ins FrauenMädchenLesbenZentrum, Währingerstraße 59/6/2, 1090 Wien kommen.

Liebe Bahn und alle anderen Selbstbestimmung ist ein Menschenrecht!

Wie Mainstream Anti-Abtreibungsrhetorik geworden ist, zeigt uns die Deutsche Bahn. Diese unterstützt eine Veranstaltung des Bundesverbands Lebensrecht mit verbilligten Fahrkarten. Der Bundesverband Lebensrecht setzt einen Abbruch mit „Mord“ gleich und nutzt massiv frauenfeindliche Rhetorik.
Wer aber denkt, der Meinung Frauen dürften nicht selbst über ihren Körper entscheiden, magelt es an Unterstützung und der Kampf für Abtreibung ist schon längst gewonnen, wird durch fogende Diskussion hoffentlich umgestimmt.

Menschenverachtend und verstörend ist vor allem die Rhetorik der Abtreibungsgegner_innen.
Was dieser Rhetorik vorausgeht ist die Jahrhunderte alte Vorstellung der weibliche Uterus ist losgelöst von der jeweiligen Frau zu betrachten. Er ist Allgemeinwohl und soll auch zum Wohl der Allgemeinheit eingesetzt werden. Deshalb werden Frauen eingeschüchtert, sich ihrer Reproduktionsorgane selbst zu bemächtigen und bei keinen anderen Körperteilen findet eine solche Fremdbestimmung statt, wie bei Gebärmutter, Vagina und Eierstöcken.
Der Gedanke eine Frau entscheidet selbst und ohne schlechtes Gewissen über ihre Fortsplanzung löst bei einigen Menschen aber immer noch Panik aus. Da ein Abbruch zwar immer noch eine Straftat ist, jedoch unter bestimmten Umständen starffrei ist, können Gegner_innen sich nicht mehr auf das Gesetz berufen und eigenwillige Frauen wegsperren, sondern bedienen sich der „Moral“. Frauen werden mit Worten und einem schlechten Gewissen davon abgehalten, sich der Freiheit zu bedienen, die sie sich erkämpft haben.
Aber ein Abbruch ist kein „Mord“, sondern eine Entscheidung, ob eine Frau will, dass ihr Uterus eine bestimmte Funktion erfüllt oder nicht.
Eine Entscheidung die jede Frau, frei von der Rhetorik irgendwelcher Vollidioten treffen können sollte.

Haha – Witze über Geschlechter

Puh. Wer wirklich denkt Onlineformate wie SZ-Online bringen Information werden hier eines besseren belehrt. Nicht Information ist Output meines kurzen Besuches dieser Plattform, sondern Ärgernis.
Und zwar darüber:

Eine kleine graue Zelle kommt zufällig in das Gehirn eines Mannes. Alles ist dunkel, leer und ohne Leben. „Huhuuu“, ruft die Zelle. Keine Antwort. Sie ruft ein zweites Mal: „Huhuuu, ist hier denn niemand?“ Wieder bleibt alles ruhig. Da erscheint plötzlich eine andere graue Zelle und fragt: „Hey, was machst du denn hier oben? Komm doch mit, wir sind alle unten.“

Höhö. Wie kreativ, Männer denken mit ihrem Glied. Ja klar, liebe SZ da wart ihr aber mal kreativ.
Und es geht noch einer.

Was versteht ein Mann unter einem Sieben-Gänge-Menü? Ein Sixpack Bier und die Bild-Zeitung.

Ja Bier ist ja auch nur was für Männer. Geil.

Aber bitte jetzt noch nicht aufgeben. Wir können noch tiefer gehen.

Was ist schwarz und knistert? Eine blonde Elektrikerin.

Ha, ne Frau als Elektrikerin, das muss ja schief gehen und blond noch dazu. Haha
Dass Frauen inkompetent sind und erst gar nicht Berufe ausüben sollten, will uns auch dieser Witz sagen:

Hält eine Polizistin eine Blondine an und bittet um Vorlage des Führerscheins. Die Blondine frägt: „Führerschein? Was ist das? Wie sieht der aus?“ „Das ist das, wo ihr Lichtbild drin ist.“ Die Blondine kramt in ihrer Tasche und entdeckt sich in ihrem Taschenspiegel, den sie daraufhin der Polizistin gibt. Diese klappt den Spiegel auf und stottert: „Tschuldigung, wenn ich gewusst hätte, dass Sie Polizistin sind, hätte ich Sie nicht angehalten!“

Der ganze Wahnsinn läuft unter der Rubrik, Entertainment/Humor. Ich fühle mich aber weder entertained noch belustigt, sondern nicht mehr in der Lage mein Frühstück im vollen Maße zu genießen. Liebe SZ wer ist den bitte Online-Chefredakteur? Mario Barth?

Sexismus fürs Klo

Einfach nur widerlich.

gefunden via

„Ehrenmorde sind deshalb grausamer Ausdruck einer reaktionären Geschlechterordnung, vermengt mit dem Hass auf die Freizügigkeit, egal ob diese an einem zu westlichen Kleidungsstil oder der freien Wahl des Sexualpartners festgemacht wird. Die Familie herrscht über die Nachkommen und deren Sexualität, diese werden vor die Wahl gestellt: Unterwerfung oder Tod.“

JungleWorld zu Ehrenmorden.

Hager und Mager

Der wage-gap existiert

Ein Studie des „Georgetown University’s Center on Education and the Workforce“ zeigt, eine Frau mit PhD verdient soviel wie ein Mann mit Bachelor.

Women earn less at all degree levels, even when they work as much as men. On average, women who work full-time, full-year earn 25 percent less than men, even at similar education levels.

Quelle und mehr

Kein Standard

In Österreich ist wieder einmal eine Debatte um den Schwangerschaftsabbruch entflammt . Auslöser war das Anliegen des Gesundheitsministers Stöger, welcher sich für die Möglichkeit aussprach Abtreibungen in öffentlichen Krankenhäusern zu ermöglichen. In Österreich werden Schwangerschaftsabbrüche bisher nicht flächendeckend angeboten. Für die betroffenen Frauen bedeutet dies erhebliche Mehrkosten. Dabei ist zu bedenken, dass ein Schwangerschaftsabbruch in Österreich nicht durch die gesetzliche Krankenkasse abgedeckt ist. Zu den anfallenden Kosten, kommen für Frauen, v.a aus ländlichen Regionen, dementsprechend noch erhebliche Reisekosten hinzu.

Die von Herrn Stöger vorgeschlagene Änderung würde eine erhebliche Erleichterung darstellen. Doch solch ein frauenfreundlicher Vorschlag erhält klarer Weise sofort Gegenwind, so sprachen sich, oh Wunder, die katholische Kirche sowie der Familienminister Mitterlehner gegen den Vorstoß aus. Es sei laut Mitterlehner „ein falsches Signal“. Eltern solle „Mut zum Kind“ gemacht werden. Ob mensch sich für der gegen ein Kind entscheidet hat jedoch wenig mit Mut zu tun, sondern mit Selbstbestimmung. Menschen muss also kein Mut gemacht werden, sondern die Unstände müssen so gestaltet werden, dass die Entscheidung für oder gegen ein Kind möglich ist. Das heißt volle Finazierung von Schwangerschftsabbrüchen und Verhütungsmitteln, aber auch finanzielle Unterstützung von Menschen mit Kind. Es kann nicht sein, dass es für viele Menschen ein Armutsrisiko bedeutet ein Kind in die Welt zu setzen.

Die Debatte verdeutlicht aber auch, dass ein Abbruch, für viele Menschen noch in die Schmuddelecke der Medizin gehört. ÖVP-Klubobmann Kopf dazu: „Es könne nicht sein, dass Abtreibungen zu „Standardaufgaben“ in öffentlichen Spitälern werden.“
Nein, aus weiblicher Selbstbestimmung einen Standard machen, ganz schrecklich! Diese Sicht auf Abtreibung ist leider länderübergreifend common sense.

Men can stop rape

Ein wundervolle Initative wurde von australischen Studierenden ins Lebengerufen. Auf der Seite „Men speaking out“ sprechen sich zahlreiche junge Männer gegen sexuelle Gewalt an Frauen aus.
I like!

Party fail

Autsch. An Partyeinladungen mit halbnackten Frauen sind wir ja fast schon gewöhnt, auch die Tatsache, dass Frauen billiger oder umsonst Alkohol konsumieren können, ist leider (in gewissen Etablissements) auch Partyalltag. Aber diese Veranstaltung toppt einiges.

Denn bei der Party „PROHIBITION“, bekommen „Mädels“ nichts an der Bar.

Ihr könnt an diesem Abend nichts an der Bar bestellen.
Die Jungs sind der Weg zum Glück. – Lasst Euch einladen,
bestecht sie, klaut die Drinks – seid kreativ!

Um den Herren der Schöpfung die Situation etwas zu erleichtern, bieten wir euch die „Gentlemens Best“-Pakete an:

- 0,5 Liter Wodka + 3 Bull + 1 Flasche Prosecco für 45€
- 1,0 Liter Wodka + 6 Bull + 2 Flaschen Prosecco für 95€
- 3,0 Liter Wodka + 18 Bull + 1 Kiste Prosecco für 295€

Sag mal gehts noch? Die Aussage hinter dieser Idiotie: Mädchen such dir nen Macker mit Geld und lass dich aushalten, denn Frauen und Finanzen, ganz schlecht.
Liebe Veranstalter_innen, was soll bitte an einem seit Jahrtausend bestehenden Missstand, dass Männer über mehr Ressourcen verfügen als Frauen, feiernswert sein?
Schon lange nicht mehr so einen Schwachsinn gesehen!