Beiträge von leonie

Bildung untersagt

Pakistan - Mädchenschule in die Luft gesprengt.

Her mit Reproduktiven Rechten

„Human Rights Watch“ hat ein 57-Seiten lange Studie über die Auswirkungen der restriktiven Abtreibungsgesetze in Irland veröffentlicht. Fokus wird auf die finanziellen, psychischen, physischen und gesellschaftlichen Auswirkungen der Menschensrechtsverletzung durch den irischen Staat gelegt.

The Irish government actively seeks to restrict access to abortion and consequently violates
women’s human rights. The potential imposition of life-time prison sentences for procuring
an abortion in Ireland in and of itself threatens the right to liberty and security as women
may risk prison for seeking to exercise their right to health. Further, the Irish government
limits access to information about safe and legal abortion services through restrictive
legislation. It has sought to prevent individual women from traveling abroad for abortion
through injunctions and it refuses to regulate access to legal abortion within Ireland. The
government does nothing to mitigate the consequences of a very divisive public abortion
debate on women’s ability to exercise their full range of human rights. Critically, the
government has not taken steps to regulate the provision of blatantly misleading and false
information by so-called “rogue” agencies, to the detriment of women’s emotional and
physical health. The Irish government declined to be interviewed for this report and
indicated that it had no plans to review the current situation.

Mehr Infos zum Thema Irland und Abtreibung

http://maedchenblog.blogsport.de/2010/02/03/irland/

http://maedchenblog.blogsport.de/2009/12/09/europaeischer-gerichtshof-fuer-menschenrechte-entscheidet-ueber-abtreibungsfrage-in-irland/

Costa Rica – erstmals Frau an der Spitze

In Costa Rica ist mit Laura Chinchilla erstmals eine Frau an der Spitze der Regierung. Die Rechtsanwältin löst damit den früheren sozialdemokratischen Präsidenten Oscar Arias ab. Chinchilla, selbst Mitglied de Sozialdemokratischen Partei PLN, hat angekündigt die liberale Wirtschaftspolitik ihres Vorgängers weiterzuführen und der Kriminalität den Kampf anzusagen.

Auch in Sachen Geschlechterpolitik wird Chinchilla keine Wende bringen, sie lehnt sowohl Abtreibung als auch die Ehe zwischen Homosexuellen Menschen ab. Im Wahlkampf betonte sie auch immer wieder ihre Nähe zur katholischen Kirche.
Einziges „frauenpolitisches“ Thema ihres Wahlkampfs war das Versprechen während ihrer Amtszeit mehr Frauen in den politischen Prozess einzubinden. Dass dies Frauen aber nichts bringen wird wenn keine wirkliche Frauenpolitik betrieben wird kann uns Chinchilla in den nächsten Jahren selbst beweisen.

Internationaler Tag gegen FGM

Morgen, 6.2 ist internationaler Tag gegen weibliche Genitalverstümmelung. Weltweit sind etwa 150 Millionen Frauen betroffen.

Stimmen gegen die Anti-Choice Superbowl Werbung

Wie schon berichtet soll beim diesjährigen Superbowl eine Werbefilm der christlich orientierten Pro-Life Organisation „focusonthefamily.com“ gezeigt werden. In dem Spot ist eine Frau zu sehen, die berichtet, dass ihr vor 23 Jahren Ärzte aus gesundheitlichen Gründen zu einer Abtreibung rieten. Sie entschied sich dagegen. Ihr Sohn ist heute der Footballstar Tim Tebow. Eine Gesichte wie gemacht für das Pro-Life Amerika. Kitsch, Drama und Liebe. Was dabei aber vergessen wird ist, dass eben diese Frau eine Entscheidung treffen konnte weil sie die Wahl hatte.
Und nur wenn diese Wahl möglich ist, können sich Frauen auch wirklich frei entscheiden. Das sieht auch „PlannedParenthood“ so und veröffentliche einen super Gegen-Werbespot.


Intim-Ops

Der Wahn um den eigenen Körper: Intim-Ops

Irland

Die irische Regierung entschuldigt sich dafür, dass sie Frauen missverständliche Informationen über Schwangerschaftsabbrüche zukommen ließ.

Haiti

Nach dem verherrenden Erdbeben in Haiti, ist vor allem die Lage für die schwangeren Frauen in Haiti kritisch.

Even before the earthquake, giving birth in Haiti was no easy feat. The country has the highest maternal mortality rate in the Northern Hemisphere. For every 100,000 births, 670 mothers do not survive. Fifteen percent of all births before the earthquake had complications that required hospital care, such as hemorrhaging and high blood pressure in the mother, according to the UNFPA.[…]
Of the 3 million people affected by the 7.0-magnitude earthquake that hit Haiti, and the aftershocks that continued as recently as Jan. 20, an estimated 63,000 are pregnant women. In the month ahead, 7,000 women are expected to deliver. Giving birth or seeking prenatal care in a city where even the presidential plaza is destroyed poses countless risks to women in Port-au-Prince and throughout the quake region.

Super-Bowl

US-Sender CBS sieht in Pro Life-Werbung kein Problem, dafür aber in zwei küssenden Männern und einem Sportler in rosa Spitzen

Kein Monat ohne…

… die netten Randnotizen Benedikts. In England ließ der Papst die Bevölkerung wissen, dass das geplante Gleichberchtigungsgesetz für Homosexuelle und Frauen gegen die „Naturgesetze“ verstoße.

Der Papst sagte am Montag nach Angaben von Radio Vatikan, die Gesetzgebung könnte zu „ungerechten Einschränkungen“ für Religionsgemeinschaften führen, nach ihrem Glauben zu handeln. „Euer Land ist bekannt für sein festes Bekenntnis zur Chancengleichheit für alle Mitglieder der Gesellschaft“, sagte Benedikt XVI. demnach zu den Bischöfen. Doch Teile der Gesetzgebung, um dies zu erreichen, verletzten „in mancher Hinsicht das Naturgesetz, auf dem die Gleichstellung aller Menschen basiert und nach dem sie garantiert ist“. Die katholischen Bischöfe sollten die „moralische Lehre der Kirche“ überzeugend verteidigen

.

Die Befürchtung der Kirche ist, dass sie dadurch auch Homosexuellen oder Transpersonen Zugang zu höheren Ämtern gewähren muss. Was wirklich schlimm wäre, Pädophile sind da schon die bessere Wahl. Wahnsinn.

Nationalistisch, sexistisch, schrecklich


Mit diesem Video soll für das österreichische Bundesherr geworben werden. Von der fragwürdigen Existenzberechtigung eines solchen Heeres mal ganz abgesehen, ist dieser Spot wirklich mehr als schrecklich.

Der Clip sei „so deppert“, dass er „schon wieder genial sei“, zitiert die „Süddeutsche“ einen Oberst aus der Heeres-Marketingabteilung. Nach Sexismus-Vorwürfen reagiert nun das Ministerium. Auf Veranlassung von Verteidigungsminister Norbert Darabos habe man den Werbespot der Kampagne „Heer 4 U“ von der offiziellen Website entfernt, heißt es in einer Aussendung. Das Bundesheer wolle „keine Gefühle verletzen“. Der Spot werde auch nicht in österreichischen Medien geschaltet.

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Das Heer mit all seinen Panzern und dem allgegenwärtigen Männlichkeits-/Heldentumwahnsinn, wird es aber wohl weiterhin geben.

UPDATE: ach, und übrigens liebe Männer „Wehrdienst zahlt sich aus“


rainbow brite relaunch

Dünner, älter, stylischer und mit mehr Sexappeal – damit soll die neue Rainbow Brite Puppe nun den Markt erobern. Nicht nur die Optik, sondern auch die Beschreibung der Superheldin entspricht typischen weiblichen Rollenbildern, die man am besten schon der nachfolgenden Generation antrainiert. Zwar ist die süße kleine Mädchen Optik der alten Puppe auch nicht das Wahre (ein Relaunch war meiner Meinung nach angegebracht), aber warum dann unter der Prämisse des allgemeinen „sexy-sein“-Zwangs?

„Rainbow Brite travels to the far corners of the universe, bringing hope and happiness to everyone she meets. No matter where you are, you can always count on Rainbow Brite to make your heart a little lighter and your world a litte more coulorful“

via feministe

Bolivien

Gómez-García berichtet über den Kampf bolivianischer Frauen gegen patriarchale Strukturen und für Land.

Israels Rabbis wollen den Kampf gegen Abtreibungsrechte verstärken, wörtlich „it was important to encourage fertility and discourage abortions, in part, to fight a demographic war.“

Geburt in Fesseln

Das „Corrections Center for Women“ in Washington State lässt „nur“ 30% der schwangeren inhaftierten Frauen gefesselt ihr Kind zur Welt bringen. Na dann…