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Beiträge von pia
Der Deutsche Ethikrat will dem Bundestag kommenden Februar Vorschläge präsentieren, wie sich die Situation von Intersexuellen verbessern lasse, berichtet die Welt einem recht ausführlichen Artikel.
Insgesamt hat das Gremium die Meinung von 40 Wissenschaftlern eingeholt, 200 Betroffene befragt sowie über 400 Kommentare per Online-Diskussion gesammelt.Endlich wird das mal offizielles Thema – was die sich wohl konkret überlegen?
Der Verein Kritische Bildungsarbeit veranstaltet am Samstag den 26. November 2011 in Wien einen Workshop mit dem schönen Titel „Liebe, Sex & Zärtlichkeiten“
Eine Anmeldung unter kritischebildung@riseup.net ist erforderlich.Dort wollen wir gemeinsam über Sex sprechen – mit allem was dazu gehört: sexuelle Praktiken, Gefühle, Wünsche und Ängste; soziale Beziehungen, Romantische Zweier Beziehungen, Multi-Lustige-Konstruktionen; internalisierte Sexismen und patriarchale Bilder, sowie antisexistische Utopien und feministische Strategien, wie etwa das Zustimmungskonzept.
Der freie zusammenschluss von studentInnenschaften (fzs) veranstaltet vom 4. bis 11. November 2011 zum sechsten Mal die „Aktionstage gegen Sexismus und Homophobie“ an Hochschulen im gesamten Bundesgebiet , dieses Jahr unter dem Motto „Stereotype“.
Dass Kleinkinder-Kleidung je billiger desto gegenderter ist, finde ich zwar schlimm, aber ist nun leider auch nichts Neues. Lidl setzt in seinem neuem Wochen-Angebot „Kitz & Wolf“ jedoch neue Maßstäbe in Sachen subtiler Rollenzuweisung: Nicht mehr nur das klassische Pink-vs.-Blau-Schema, gerne angereichert durch Prinzessinnen und Autos, markiert hier das Geschlecht der Kinder, sondern es ist das scheue, niedliche, beschützenswerte (Reh-)Kitz, das ausnahmslos auf den für „Mädchen“ ausgewiesenen Kleidungsstücken prangt und der böse, angsteinflößende und draufgängerische Wolf „für Jungen“.
Die Text-Aufdrucke lösen zumindest bei mir weiteres Kopfkino in Sachen Doing Gender aus: „I love nature“ sagt das „Mädchen“-Shirt – die „Frau“ ist eben Natur (im Gegensatz zur Kultur des „Mannes“). Auf den „Jungen“-Hemden heißt es neben „Big Wolf“ oder „Super Wolf“ in einer Sprechblase „Hey, how are YOU?“ – schließlich wird von den „Jungs“ ja später auch erwartet, dass sie das „Anbaggern“ übernehmen.
Abgesehen davon, dass das Tierreich ja durchaus auch männliche Rehkitze und weibliche Wölfe kennt, rege ich mich über diesen Fall deshalb so auf, weil hier mit so scheinbar „neutralen“ Tierbildern Geschlecht gemacht wird, und einem als aggressiv und aktiv geltenden Tier ein als verletzlich und passiv geltendes gegenüber gestellt wird. Der Wolf jagt das Rehkitz, Opfer und Täter, ganz natürlich, oder?
Eure Meinung ist gefragt: Laura Gruber von der Uni Salzburg führt eine kleine Befragung im Rahmen eines Forschungsprojektes zu feministischen Öffentlichkeiten im Internet durch und möchte dafür Antworten u.a. von euch, den Leser_innen des Mädchenblogs. Hier könnt ihr teilnehmen und eure Erfahrungen und Wünsche bezüglich der Nutzung unseres Blogs loswerden. Da wir die Ergebnisse auch bekommen werden, könnt ihr die Umfrage auch als anonymen Feedback-Kanal dem Mädchenblog selbst gegenüber nutzen!
Das Hamburger Zentrum Genderwissen sucht Beiträge zu „Bin ich schön? Schönheit / Körper / Werbung / Medien“. Band 4 ihrer Reihe erscheint im Frühjahr 2012: Call for Abstracts
Das Thema „Recht auf Stadt“ hat in den letzten Jahren insbesondere in Hamburg eine große Verbreitung erfahren, zahlreiche Initiativen – von bedrohten Kleingärten bis zum besetzen Haus – versammeln sich unter diesem Slogan, um sich bestimmten Stadtentwicklungsprozessen, die oft mit Vertreibungen einhergehen, entgegen zu setzen. Geschlechterfragen waren in diesem Zusammenhang bisher kaum Thema, so sind denn auch die Schnittstellen feministischer Politik mit Gentrifizierungskritik bisher kaum sichtbar. Das soll sich jetzt ändern: Unter dem Slogan „Recht auf Straße – gegen Repression und Kriminalisierung in St. Georg“ rufen die Gruppen purl & diss_ zu einer Kundgebung am Samstag, dem 9. Juli auf, die die Forderungen nach der Abschaffung von Sperr- und Gefahrengebieten, nach gesichertem Aufenthaltsstatus und Entkriminalisierung von Sexarbeit und Drogen mit dem Aufruf zur Dekonstruktion von Geschlechterverhältnissen verbinden will.
Hintergrund ist, dass sich in dem Hamburger Bahnhofsviertel St. Georg, das quasi traditionell ein Ort der Prostitution ist, eine Koalition aus Anlieger_innen und Politik gebildet hat, die die Sexarbeit aus dem Viertel vertreiben möchte, um stattdessen eine so genannte Aufwertung des Stadtteils voranzutreiben. (mehr…)
Das dritte QueerFilmFest Rostock vom 13. bis zum 15. Oktober 2011 sucht Filme: Spielfilme, Kurzfilme, Dokumentation, Animations- und Experimentalfilme zu Themen wie Homo-, Bi-, Trans*, Intersexualität, Polyamorie, Gender-Nonkonformität, kurz Filme zu queeren Themen sind willkommen. Einsendeschluss ist der 13. September 2011.
Ab morgen ist es wieder so so weit: in der Weltstadt Hüll startet das zweite GenderCamp, das BarCamp rund um Feminismus, Queer, Gender und Netzkultur. Da es diesmal bereits nach einem Tag ausverkauft war, ist eine spontane Teilnahme leider nicht möglich – aber wer Lust hat, kann das Event quasi von „außen“ mitverfolgen.
Kritik an Dogmen in Schwangerschaft und Stillzeit oder an den neuesten familienpolitischen Ergüssen, Möglichkeiten genderneutraler Kindererziehung oder multipler Elternschaften, und überhaupt die Problematiken des Mutterseins in einer heterosexistischen Gesellschaft – wo frau so gerne alles ganz anders machen möchte und dabei doch wieder in die immer gleichen Fallen tappt. Feministische Perspektiven auf Mutterschaft bietet seit kurzem das viel versprechende neue Blog fuckermothers.
Die neu erschienene Einführung „Feminismus“ von Gisela Notz rezensiert Heinz-Jürgen Voß
last minute call for papers: die tagung „SCREENING GENDER“ vom 22.-24.09.2011in der hff potsdam will sich mit der ästhetischen und inszenatorischen darstellung von gender in unterschiedlichen audiovisuellen medien beschäftigen und sucht dafür beiträge aus verschiedenen sozial-, geistes- und kulturwissenschaftlichen disziplinen sowie künstlerische ansätze – die einreichfrist ist bis 30. april 2011.
Fehlende Schminktische im Handwerk? Die riot skirts suchen Beiträge aller Art für den queerfeministischen Taschenkalender 2012 zum Thema „Arbeit“.
mädchenblog empfiehlt die „Sexismuskritischen Tage in Dresden“ ab nächstem Donnerstag mit einem fetten Programm:

