Beiträge von schokolade

alte Tagebucheinträge gesucht..

Das Redaktionskollektiv der Brav_a arbeitet an einer 4. Ausgabe und sucht noch nach Artikeln zum Schwerpunktthema, vielleicht hat jemand von euch ja noch ein altes Tagebuch rumzuliegen ;)

Die Bra­v_a {spa­nisch: tap­fer, mutig, wild, wü­tend} ist ein queer-​fe­mi­nistisches Zine im Stil einer Tee­nie-​Zeit­schrift. Mehr Infos und ältere Ausgaben als Download auf brava.blogsport.de.

Wir haben uns als Schwer­punkt für die nächs­te Aus­ga­be das Thema „Älter wer­den“ aus­ge­sucht und uns eine mög­li­che Bei­trags­form über­legt, bei der wir eure Hilfe brau­chen :) (Falls ihr un­ab­hän­gig dazu was schrei­ben wollt, gerne! Auch noch zu allen an­de­ren mög­li­chen The­men!)

* Und zwar möch­ten wir, dass ihr eure alten Ta­ge­bü­cher (oder alte Blog­ein­trä­ge) raus­kramt und uns kurze Aus­schnit­te schickt – ein­ge­scannt oder ab­ge­tippt – wie ihr möch­tet. Dazu dann noch einen kur­zes State­ment, wie ihr heute dar­über denkt. Alles zu­sam­men höchs­tens eine A5-​Sei­te. Mög­li­che The­man könn­ten sein (ers­ter) Lie­bes­kum­mer, Co­ming out Er­fah­run­gen oder Ge­dan­ken dazu, das Teen­ager-​Da­sein an­sich, Fa­mi­len­pro­ble­me.. wha­te­ver. Es kön­nen Auf­zeich­nun­gen sein, die euch heute pein­lich sind, oder wel­che zu denen ihr immer noch ge­nau­so steht, oder Ge­schich­ten zu denen ihr heute wisst, wie sie aus­ge­gan­gen sind..

Außerdem werden auch peinliche Geschichte aus der näheren Vergangenheit und Erfahrungsberichte gesucht.

Erklärbärchen

Erklärbär*
Definition: siehe auch männliches Redeverhalten, engl. „mansplaining“

Ein Erklärbär hält sein Gegenüber von vornherein für uninformierter oder für allgemein weniger intelligent / ungebildeter als sich, und ist daher bemüht ungefragt sehr langsam und ausführlich monologartig die jeweiligen Thematiken und Begrifflichkeiten zu erklären. Beliebte Themen sind Technik, Sportarten oder alle anderen gesellschaftlich männlich konnotierten Thematiken, in linken Kreisen jedoch auch gerne feministische Inhalte. Sollte die_der Gesprächspartner_in einen Versuch unternehmen, zu vermitteln, dass sie_er auch Wissen zum jeweiligen Thema besitzt, wird dies vom Erklärbären ignoriert, belächelt oder angezweifelt. Besonders provoziert, wird das beschriebene Verhalten von der Wahrnehmug des Gegenübers als weiblich, es gibt jedoch auch viele Exemplare, die sich das Erklär-bärentum zum life style gemacht haben, und in jeder Lebenssituation gerne ihr vermeintlich omnipotentes Wissen zur Schau stellen.

* selbstverständlich können auch als Frauen sozialisierte Menschen erklärbärisches Verhalten an den Tag legen, jedoch ist die Sozialisation zum alleswissenden Erklärbären besonders Teil der Ausbildung zum funktionierenden männlichen Gesellschaftsmitglied und wird durch den Anspruch gefördert, „echte Männer“ müssten zu bestimmten Themen (Technik etc.) spezielles Wissen besitzen. Aber es gibt Hoffnung! Erklärbärisches Verhalten kann durch intensive Selbstreflektion und jahrelanges Training überwunden werden! :)

Aus der 3. Ausgabe des Brav_a Zines.

Lady*fest Mainz

Im folgenden mal rein copy&paste Werbung für das Lady*mainz im September. (Was ist ein Ladyfest?)
Vom 15.-18. August findet übrigens in Berlin das LaDIYfest statt, dieses Mal nur für FLT*I (also Frauen, Lesben, Trans*menschen und Interesexuelle).

Das Lady*fest Mainz, das dieses Jahr am 7. September stattfinden wird, ist ein von Frauen* organisiertes Festival für Menschen aller Geschlechter, die Lust haben, sich mit Dekonstruktion und Feminismus auseinanderzusetzen. Das Festival ist unkommerziell und schafft einen Raum für linke, feministische Visionen und Ideen jenseits des Mainstreams. Spaß haben, Diskutieren, Netzwerken und Feiern versuchen wir in verschiedenen Vorträgen und Workshops sowie einem Riotgrrrl-Konzert umzusetzen.

Sex – Love – Riot
So lautet der Themenschwerpunkt unseres diesjährigen Lady*festes. Wir versuchen dabei Sexualität, Sexualisierung und Konsensfindung sowie Liebe und Liebeskonstrukte aus einer feministischen Perspektive zu betrachten. Dazu gehören für uns sexpositive Workshops wie BDSM oder Bikesexual genauso wie Fragen zu Definitionsmacht, Sexarbeit und Sexualisierung.
Darüber hinaus wird es auch Veranstaltungen geben, die weder etwas mit Sex oder Liebe zu tun haben – z.B. ein Vortrag zu postkolonialem Feminismus, ein Performance-Einführungsworkshop und das Konzert. Uns ist bewusst, dass dies nur einen Teil unseres Programms ausmacht. Deswegen ist es uns wichtig, dass wir allen Teilnehmenden transparent machen, was sie auf dem Lady*fest erwartet. Dazu stellen wir auf der Homepage Ankündigungstexte bereit und weisen auf eventuell triggernde Inhalte hin.
Riot ist für uns das, was wir euch bei unserem Fest mitgeben wollen, d.h. zum einen feministischen Input und zum anderen möchten wir mit euch zusammen gerne Strategien entwickeln, um ein richtigeres Leben im falschen zu etablieren.

Die Brav_a sucht nach Beiträgen für Heft #3!! Die Brav_a ist ein queer-feministisches D.I.Y. (Do It Yourself) Zine, das sich im Stil einer Teenie-Zeitschrift teils ernst, teils ironisch mit Themen wie Liebe, Sex, (Körper-, Beziehungs-, Hetero-, Homo-) Normativität, Polyamourie, der queer-feministischen Szene und vielem mehr beschäftigt.

Der große Brav_a-Flirtguide

Brav_a #2 Cover Der folgende Artikel erschien in der Brav_a #2 im März 2013. Die Brav_a {spanisch: tapfer, mutig, wild, wütend} ist ein queer-feministisches Zine (Was ist ein Zine?) im Stil einer Teenie-Zeitschrift. Das Heft beschäftigt sich in teils ironischer und satirischer aber auch ernster Form unter anderem mit Themen wie Liebe, Sex, Feminismus, etc. Die Texte stammen von unterschiedlichen Autor_innen und sind zum großen Teil in leicht verständlicher Sprache geschrieben um sowohl für Teenager als auch erfahrene (Queer-) Feminist_innen erschließbar zu sein. Mehr Infos, auch wo es die Brav_a zu kaufen gibt hier: brava.blogsport.de. Es werden übrigens auch immer neue Beiträge für die nächste Ausgabe gesucht!

Der große Brav_a-Flirtguide: Wie der nächste Frühling auf jeden Fall zum Erfolg wird

Seit etwas mehr als einem halben Jahr bin ich nach einer langen Beziehung mit traurigem, aber undramatischem Ende wieder Single. Ich hatte schon ganz vergessen, wie das ist, nicht nur jede Nacht alleine zu schlafen, sondern auch wieder Teil des Kollektivs der Menschen „auf der Suche“ zu sein…
In der letzten Brav_a ging es in dem Text von Laura darum, zumindest zeitweise keinen Sex, keine Romantik, keine Beziehung zu wollen, und ich kenne dieses Gefühl auch von mir. Und ich weiß, dass die Zeit, die ich das letzte Mal länger ohne Partnerschaft und auch größtenteils ohne Affären oder auch nur Rumgeknutsche verbrachte, sehr gut für mich war. Damals kam ich auch aus einer etwas traumatischen Langzeitbeziehung mit einem Arschloch und es fiel mir schwer, überhaupt wieder Menschen attraktiv zu finden. Jetzt aber habe ich Lust auf eine neue Beziehung oder auch nur eine Affäre oder irgendwas – und stoße mich leider an einem alten Problem von mir: Ich kann nicht flirten.

„Du gefällst mir, also ignorier‘ ich dich“
Wenn ich jemanden interessant finde, gehe ich wie folgt vor: Ich starre die Person an. Wenn sie zurück guckt, wende ich den Blick schnell ab und gucke möglichst desinteressiert. Wenn sie mich anlächelt, fällt mir meistens nicht auf, dass die Person vielleicht flirten könnte, also gucke ich zuerst hinter mich, um zu sehen, ob sie jemand anderen meint, und dann gucke ich schnell desinteressiert weg.
In meinem Kopf kann ich seitenlange Scripte für mögliche Unterhaltungen schreiben, die man in zehn romantischen Liebeskomödien verbraten könnte, aber wenn es dann mal darauf ankommt, kann ich nur ein paar unfreundliche Halbsätze stammeln und dabei verschämt in mein Bierglas starren.

„Du gefällst mir, also gefall‘ ich mir selbst nicht mehr“
Ich halte mich eigentlich für eine selbstbewusste Frau, bin zufrieden mit meiner Persönlichkeit, mit meinem Leben und auch mal mehr und mal weniger mit meinem Körper – dennoch: Finde ich jemanden attraktiv, denke ich oft, sie_er ist „out of my league“, und liste im Kopf meine äußerlichen und innerlichen Defekte auf. Dass die Person mich ebenfalls attraktiv finden könnte, erscheint mir unglaubwürdig. Daher gucke ich lieber schnell weg, bevor ich mich blamieren könnte. Bloß keine Schwäche zeigen!

Jetzt wird alles anders!
Ich habe in letzter Zeit viel in meinem Freundeskreis über die Thematik geredet, und es kristallisierten sich ein paar gemeinsame Beobachtungen und Erkenntnisse heraus. Da sie mir geholfen haben, möchte ich sie euch, ohne jetzt universelle Regeln aufstellen zu wollen, nicht vorenthalten:

Tipp #1: Selbstdiss ist bevormundend
Den Gedanken „Quatsch, sie_er kann mich doch gar nicht wirklich gut finden“ kann man auch als sehr bevormundend ansehen. Man sollte und kann nicht für andere Leute entscheiden, wen/was sie attraktiv finden. Oft finde ich Eigenschaften anziehend, die laut Mainstream-Schönheitsideal „hässlich“ sind, nur weil sie mich an andere nette Menschen in meinem Leben erinnern. Oder weil klassische Schönheit auch einfach mal sehr, sehr langweilig sein kann… (mehr…)

Brav_a Zine Ausgabe #1

Am 21. Juli erscheint das queer-feministische Zine Brav_a, dass sich im Stil eines Teenie-Magazins unter anderem mit Themen wie Sex, Liebe, Menstruation und der queeren Szene beschäftigt. Die Texte sind in deutsch oder englisch. Das Zine ist auf der Release-Party im F.A.Q. Infoladen erhältlich, kann per Post zugeschickt werden und später auch online als .pdf heruntergeladen werden. Mehr Infos gibt’s auf der Homepage. Für die nächste Ausgabe werden auch wieder Beiträge gesucht, also falls jemand ne Idee für einen Artikel, einen Comic, Eine Foto-Love-Story .etc. hat.. immer her damit :)

Brav_a: Suche nach Beiträgen / Call for submissions

[English below]

Stell dir vor: Ein queer-feministisches Teenie-Magazin! Teils Verarschung, teils ernst, teils absolut großartig. Texte die Jugendzeitschriften und unsere geliebte queer-feministische Szene sowohl feiern als auch persiflieren. Comics, Zeichnungen, Foto- Love-Stories, Interviews, wir freuen uns über alle Formate die sich mit Liebe, Sex, (Körper-, Beziehungs-, Hetero-, Homo-)Normativität, Menstruation, deine echten ungeglätteten “Erste Mal”-Geschichten, Trans*identitäten, Polyamorie, (vegane) Kuchenrezepte, Stars (der queer-feministischen Szene), BDSM, Sexspielzeuge, (anti-)Modetips beschäftigen. Außerdem kannst du uns alle deine unangenehmen Fragen zu Sex und Beziehungen schicken die von unseren Sexpert_innen vor Ort beantwortet werden.

Wir sind grade erst am Anfang Inhalt und Ideen zu sammeln. Unser Konzept ist formbar. Wir begrüßen Anregungen, Ideen und Texte ernster, verspielter und satirischer Natur. Das ist deine Chance bei einem spaßigen, bunten und HOCHGLANZ (ja, so ist es – zumindest die Titelseite…)-Projekt mitzumachen.

Oh und die Beiträge können in Englisch oder Deusch sein (und werden übersetzt).
Schickt sie bitte an: Brav_a[at]gmx.de

Deadline ist Ende März 2012.

* Homepage
* facebook Seite
(mehr…)

slutwalk berlin

nur ein kurzer kommentar dazu um vielleicht eine diskussion anzuregen. ich fand den slutwalk eigentlich ganz ok, nach so vielen kontroversen diskussionen im vorfeld überraschend viele teilnehmer_innen, teilweise gute transparente und anscheinend haben die medien die message ja auch einigermaßen verstanden. was mich aber unglaublich gestört hat, war die menge an ekligen typen die, wie ich ich finde, zu erwarten war, fotos und videos vermutlich für ihre private sammlung machten. man fühlte sich teilweise wie auf dem roten teppich so viele fotografen waren da (nicht positiv gemeint ;) ). ich war deshalb sehr froh, mich nicht dem motto entsprechend angezogen zu haben, was ja eigentlich traurig ist, denn genau gegen die notwendigkeit solcher gedankengänge sollte ja protestiert werden. ich hätte mir gewünscht, die veranstalterinnen hätten sich ein konzept gegen dieses gaffertum einfallen lassen. was genau das sein kann weiß ich auch nicht, vielleicht größere gruppen von leuten die mit dem rausdrängen und anpöbeln von solchen leuten beauftragt sind. oder verteilung von faulen tomaten als wurfgeschosse? ich weiß es auch nicht. was meint ihr?

Interviewpartner_innen gesucht..

Anne sucht nach Interviewpartner_innen für ihre Diplomarbeit über Psychotherapie‐Erfahrungen von Queers und Transgendern. So eine Studie gab es in Deutschland noch nicht, und ihr Ziel soll es sein, die Ergebnisse interessierten LSBT* Beratungseinrichtungen, Vereine und politische Gruppen zur Verfügung zu stellen.
Hier der ganze Aufruf:

Bezeichnest du dich selbst als Queer oder als Transgender? Oder passen die Kategorien „Männlich“ „Weiblich“ für dich nicht
und/oder du lebst und liebst nicht ausschließlich Heterosexuell? Empfindest du Geschlecht und/oder Sexualität nicht als starre
gegebene Kategorien, sondern als flexibel…?

Hast du persönlich Erfahrungen mit ambulanter Psychotherapie gemacht und kannst dir vorstellen in einem Gespräch darüber zu berichten?

Da es zu dem Thema (zumindest in Deutschland) noch keine Studien gibt, möchte ich mich in meiner Diplomarbeit mit den Psychotherapie‐Erfahrungen von Queers und Transgendern beschäftigen. Dabei interessiert mich vor allem, welche Erfahrungen ihr mit der Psychotherapeut_in und in der therapeutischen Situation gemacht habt – v.a. in Hinsicht auf euer sexuelles und/oder geschlechtliches Selbstverständnis.

* Teilnehmen können Menschen ….
o ….über 18, die sich selbst als Queer oder Transgender bezeichnen oder sich sonst von den oben gestellten Fragen angesprochen fühlen.
o Und eine oder mehrere ambulante Einzeltherapien gemacht haben und sich gut an diese erinnern können.

* Der Gesprächsort wird individuell vereinbart, das Gespräch wird von mir geführt und 1‐2 Stunden dauern.
* Das Gespräch wird auf Audioband aufgenommen und danach verschriftlicht. Die Daten werden streng vertraulich behandelt und anonymisiert.
Bei Interesse oder Fragen zu mir und dem Projekt meldet euch einfach bei: Anne Steinbrück, E‐Mail: AnneS.23(at)web.de

LaD.I.Y.fest Berlin diese Woche!!!

Das Programm des LaD.I.Y.fest Berlin 2010 steht endlich fest!!! Diese Woche (16.09-19.09) findet das feministische Festival zum 8ten Mal statt und bietet 4 Tage lang vollgestopftes Programm – von verschiedensten Workshops über Brunchen, bis Konzerten und Partys und gemeinsamen Demo-Besuch (1000 Kreuze in die Spree! – siehe Banner rechts) . Hier gibts mehr Infos und das detaillierte Programm. See you there! ;)