Beiträge von st_eve

Nur 11% aller angezeigten Vergewaltigungen führen zur Verurteilung des Täters in Österreich. In Zahlen sind das 100-130 verknackte Personen. Die erwähnt derstandard.at in einem Artikel über eine grausige Entführung und Vergewaltigung in Kärnten (Trigger). Wundert’s da noch immer, wenn von Feminist_innen, Jurist_innen, Frauenrechtler_innen und Co. die berühmte „Dunkelziffer“ betont wird?

Der britische Geheimdienst stellt seit dem Jahr 2008 auch homosexuelle Agent_innen ein. Bis dato gab es eine Klausel, die dies verbot, da Schwule und Lesben als leicht erpressbar galten… Ein Schritt nach vorn in Sachen gleichberechtigter Verwertbarkeit.

[Düsseldorf ] lovely little ladyfest

Für Kurzentschlossene, Sommerlochgequälte, Schwänzer_innen, Ladys, Rrriot Girls und sonstige Queerulant_innen ist ein Besuch in der (zweit)schönsten Stadt am Rhein ab morgen ein Muss, erwartet die_den geneigte_n Besucher_in dort doch ein „Tag voll Theorie, Aktion und Musik in geballter, linker und unkommerzieller Form“ der sich dem heterosexistischen Mainstream entgegen stellt und sich und alle dabei seienden fragt: „wo stehen wir heute eigentlich wirklich?“

wann: am 15./16. august 2008
wo: im hinterhof – linkes zentrum und in der brause in düsseldorf bilk.
was: den auftakt macht am freitag abend um 20 uhr antje basedow mit ihrem kabarett-programm „ein richtig gutes gefühl“. am samstagmorgen geht es weiter mit vorträgen zum thema neuer feminismus?, netporn identities und riot grrl (mit filmen), ags zu sexismus und gender, theorie und praxis-workshops zu radical handcrafting und djing (ladies only) und einer podiumsdiskussion zum thema geschlechterverhältnisse. am abend rocken block shot, und coco killer chemistry hat versprochen, uns mit einem elektroset die ohren wegzublasen. die anschließende party werden dann die ladies aus dem dj-workshop bestreiten
wer: ingeladen sind alle, denen (hetero-)sexismus auf die nerven geht und die lust auf diskussionen und eine fette party haben, also ladies, transgenders, gentlemen, lesbians, gays und friends. – join ladyfest! whatever your gender may be…

www.ladyfest-duesseldorf.de

Ich hab das Programm gelesen und bin: Fan!

Über den „Petersilien-Effekt“ entblößter Frauenkörper auf jeglicher noch so schnöden Werbetafel schreibt Simone Herz in der PNP: klick

Klare Statements ­ „gegen Gewalt, Sexismus, Rassismus“ sollen viele Bilder des Künstlers Max Weinbergs sein, anlässlich dessen 80. Geburtstag die Stadt Frankfurt/Main ihm eine noch bis 31.08. zu sehende Ausstellung widmet. Zwischen 16 und 21h ist Weinberg überdies persönlich in der AusstellungsHalle Schulstraße 1A(in unmittelbarer Nähe zum Frankfurter Museumsufer) anwesend. Go here

No Paradise! Never ever!

Alter Falter, ich pack’s nicht: das Ums Ganze…-Bündnis hat sich bemüßigt gefühlt, eine passend zu ihren Schuhen und Sonnenbrillen gelayoutete Mobilisierungs-Kollektion gegen den sogenannten „Anti-Islam“-Kongress in Köln im September diesen Jahres zu entwerfen. Natürlich erfreulich, dass die Stylepolizei mal wieder markiert hat, dass die Super Mario und Co.-Plakate der vor Ort aufrufenden Gruppe mit ihrem neongrün optisch völlig daneben sind – immerhin wird in der Stadt des Frohsinns auf derart peinliche Implikationen der Frauenfeindlichkeit und des Antisemitismus wie sie Ums Ganze… forcieren verzichtet.
Da wäre zum Einen der unüberlesbare Titel „Paradise Now“, der heute wie gestern an den gleichnamigen Film erinnert, der antisemitische Selbstmordattentate zu „Verzweiflungstaten“ klein redet und als legitimen Widerstand gegen die israelische Besatzung rechtfertigt. Opfer und Folgen dieser Verbrechen werden systematisch ausgeblendet. Die Empathie, welche der Film für antisemitische Mörder_innen erheischt, ist gerade hierzulande nicht zu haben ohne Hass auf Jüd_innen und Israel.1
Deutlicher noch aber ist die christlich-sexistische Bildkomponente: die nach einem goldenen Apfel greifende Hand. Die Geschichte vom Sündenfall begründete über die letzten Jahrhunderte, ja, Jahrtausende eine über das Religiöse weit hinaus reichende, zutiefst in der christlichen und westlichen Gesellschaft eingeschriebene Frauenfeindlichkeit. (mehr…)

Ansagen gegen Sommer(arsch)löcher I

* Sticker, gesehen in HH

Intersex Shadow Report

Als Ergänzung zum 6. Staatenbericht der Bundesrepublik Deutschland zum „Übereinkommen der Vereinten Nationen zur Beseitigung jeder Form der Diskriminierung der Frau“ (CEDAW) legten Intersexuelle Menschen e.V. in Kooperation mit XY-Frauen am 21. Juli 2008 dem UN-Ausschuss in New York den ersten Intersexualität Schattenbericht vor.

Von den Schwierigkeiten des Erleichterns

http://www.machenkunstweil.ufg.ac.at/seiten/johannaschaffer.htmDie Sticker von Ins A Kromminga, „Hermaphrodites – Gents and Ladies please use other toilet“ , kennen sicher Einige der hier Mitlesenden. Schon vor ihrem Auftauchen, vielleicht aber auch verstärkt seit den Debatten um Intersexualität und Trans*, finden sich immer wieder Räume, die ihre Klo-Politik überdenken. Neben der traditionellen Trennung einer „Damen-“ und einer „Herrentoilette“ finden sich mancherorts zusätzlich oder aber ausschließlich „Other“ oder „Trans*“-Klos. Dixie-Klos auf Festivals oder solchen ähnlichen Großveranstaltungen sind sowieso in der Regel jedem Menschen egal welcher Geschlechtsidentität oder Pinkeltechnik zugänglich. Eine Unterscheidung von Räumen nach „Sitzen“ und „Stehen“ ist mir noch nicht so richtig untergekommen. Das diesjährige Fusionfestival nennt einen Teil seiner Pissrinnen „unisex“, stellt darüber hinaus jedoch auch „geschlechtergetrennte“ (vermutlich: „Männer“ vs. „Rest der Welt“?) Pissoirs zur Verfügung. Darüber hinaus gibt es, wie bereits seit längerem auf Ladyfesten in Bastelstunden und Praxis-Workshops erprobt, „Fusionella“-Stehpinkelhilfen. (mehr…)

Kein Fußball dem Sexismus

Es heißt, während Männerfußball-Großereignissen steige die Zahl sexualisierter Übergriffe im häuslichen Nahbereich um rund 30%. Erschreckend, wenn eine_r bedenkt, dass in Deutschland bereits alltäglich

mindestens jede vierte Frau im Alter von 16 bis 85 Jahren, die in einer Partnerschaft lebt oder gelebt hat, (…) körperliche (23 Prozent) oder – zum Teil zusätzlich – sexuelle (7 Prozent) Übergriffe durch aktuelle oder frühere Beziehungspartner mindestens ein- oder auch mehrmals erlebt. (…) (Desweiteren hatten) insgesamt 58,2 Prozent aller befragten Frauen Situationen sexueller Belästigung erlebt, sei es in der Öffentlichkeit, im Kontext von Arbeit und Ausbildung oder im sozialen Nahraum. 27 Prozent aller befragten Frauen und knapp die Hälfte (49 Prozent) derjenigen, die sexuelle Belästigung erlebt hatten, haben Situationen von sexueller Belästigung erlebt, in denen sie sich ernsthaft bedroht fühlten oder Angst um ihre persönliche Sicherheit hatten. 9 Prozent aller befragten Frauen, die sexuelle Belästigung erlebt haben, gaben an, dass eine oder mehrere dieser Situationen auch zu einem ungewollten Geschlechtsverkehr oder zu körperlicher Gewalt geführt haben.

So die Studie „Lebenssituation, Sicherheit und Gesundheit von Frauen“ hier zitiert nach dem BMFSJS.
Während der Männerfußball-WM 2006 hatte ich das Gefühl, arbeitete linke Kritik sich vornehmlich an Themen wie Sicherheitswahn und Nationalismus ab, in Sachen Antisexismus wurde gelegentlich erwähnt, Fußball sei männerbündisch und damit sexistisch und homophob, oder aber die Mediendiskussion um sogenannte „Zwangspostitution“ kritisiert. (mehr…)