So richtig erforscht hat es noch niemand, weshalb es stets gerade die Männer sind, die bei den Drogenstatistiken mit Abstand in Führung liegen.
Aber eine mögliche Erklärung, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient, versucht Shelley Masters bei der taz:
Mädchen haben, auch wenn sie ohne liebende Familie aufwachsen, meist eine ältere weibliche Bezugsperson. Egal ob diese eine durch russische Soldaten vergewaltigte Urgroßmutter ist, die Hippie-Oma, die Biologielehrerin oder die Mädchen-Gang-Leaderin: mindestens eine von diesen Frauen macht jeder Heranwachsenden klar, dass Bewusstlosigkeit in der Öffentlichkeit, nachts, das Schlimmste ist, was ihr passieren kann.
„XXS“ von Kim Caspary. Und das heißt: Ja, schon wieder eine Buchbesprechung. Diesmal aber etwas ganz anderes: am Titel kann man schon recht treffsicher erraten, um was es sich handelt: um Magersucht. Das Cover (seht ihr weiter unten im Text. Uuuuh, Spannung!!) weist dann auch auf die Richtung hin – hübsches Mädchen, schwarzweiße Fotographie, traurig guckend. Also: kein Selbsthilfebuch, sondern ein Roman, was auch deutlich unter dem Titel steht.
Eigentlich hatte ich ja nicht vor, das Ding zu lesen, aber mir sind bei einem Besuch bei meinen Eltern die Bücher ausgegangen und das hier lag halt irgendwo rum. Denn so wild bin ich auf das Thema eigentlich nicht, aus Mangel an Selbstidentifikation – Eßstörungen und der ganze Rattenschwanz, der da mit dranhängt, ist für mich sowieso immer ein bißchen verwirrende terra incognita. (mehr…)
Das Thema „Recht auf Stadt“ hat in den letzten Jahren insbesondere in Hamburg eine große Verbreitung erfahren, zahlreiche Initiativen – von bedrohten Kleingärten bis zum besetzen Haus – versammeln sich unter diesem Slogan, um sich bestimmten Stadtentwicklungsprozessen, die oft mit Vertreibungen einhergehen, entgegen zu setzen. Geschlechterfragen waren in diesem Zusammenhang bisher kaum Thema, so sind denn auch die Schnittstellen feministischer Politik mit Gentrifizierungskritik bisher kaum sichtbar. Das soll sich jetzt ändern: Unter dem Slogan „Recht auf Straße – gegen Repression und Kriminalisierung in St. Georg“ rufen die Gruppen purl & diss_ zu einer Kundgebung am Samstag, dem 9. Juli auf, die die Forderungen nach der Abschaffung von Sperr- und Gefahrengebieten, nach gesichertem Aufenthaltsstatus und Entkriminalisierung von Sexarbeit und Drogen mit dem Aufruf zur Dekonstruktion von Geschlechterverhältnissen verbinden will.
Hintergrund ist, dass sich in dem Hamburger Bahnhofsviertel St. Georg, das quasi traditionell ein Ort der Prostitution ist, eine Koalition aus Anlieger_innen und Politik gebildet hat, die die Sexarbeit aus dem Viertel vertreiben möchte, um stattdessen eine so genannte Aufwertung des Stadtteils voranzutreiben. (mehr…)
Sicher, bis zu Silvester ist es noch hin, aber wer die Fete schon im Voraus plant, dem/der seien hier ein paar spaßige Ideen präsentiert. Und zwar die der alkoholischen Sorte – with a feminist twist!
Soll heißen: feministische Cocktails, lecker und vorgetestet!
THE ANGRY FEMINIST
- ca. 45 ml Wodka
- ca. 25 ml Himbeerlikör
- ca. 15 ml Sekt
- ca. 30 ml frisch gepresster Orangensaft
- 1 dünne Ananasscheibe für Deko
- Eiswürfel
- gute Portion Estragon
Der Estragon wird ca. 1 Woche vorher in den Wodka eingelegt, dann abgeseiht.
Anschließend alles in den Mixer/shaker und kalt servieren. (mehr…)
Der marxistische und antinationale Jugendverband Junge Linke gegen Kapital und Nation wird vom 24.7. bis zum 31.7.2008 in der Nähe von Hannover ein antinationales Sommercamp veranstalten. Dort wird es Workshops zu verschiedenen Themen geben, auch zu einer ganzen Menge Themen über die hier im Mädchenblog schon gebloggt und diskutiert wurde. Unter anderen wird Andrea Trumann, Autorin des Buches „Feministische Theorie. Frauenbewegung und weibliche Subjektivierung im Spätkapitalismus“ (Stuttgart 2001), zwei dieser Workshops anbieten, einen zur Studentenbewegung der 60er/70er und ihrem Verhältnis zum Feminismus und einen anderen zu einer materialistischen Kritik des Geschlechterverhältnisses.
Weitere Themen der Veranstaltungen werden z.B. Drogenpolitik, Schule, Kapitalismuskritik und Kritik der Demokratie sein.
Mehr Informationen erhaltet ihr auf www.junge-linke.de, wo ihr euch auch anmelden könnt.
Nachtrag:
Ein aktuellerer Text zur Debatte um Pop und Feminismus von Andrea Trumann ist kürzlich in der Wochenzeitung Jungle World erschienen und auf deren Homepage abrufbar.
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