Archiv der Kategorie 'feminismus'

brause*mag ist online

ein neues feministisches jugendmagazin, wie cool!

brausemag header
nachdem hier ja nicht mehr wirklich was los ist, sei darauf verwiesen, dass heute mit brause*mag, dem „aufbrausenden onlinemagazin für teens“, ein neues spannendes projekt online gegangen ist, dass in professionellerer form das umsetzt, was so ähnlich die ursprungsidee von damals (2006!) auch mal hinter dem mädchenblog war. also, schaut schell vorbei dort und unterstützt das projekt!

Transfeindlichkeit und Transausschluss bei den Störenfriedas

Triggerwarnung: Transfeindlichkeit

Bei den Störenfriedsas wurde ein haarsträubend unsachlicher und polemischer Artikel zur Trans-Debatte veröffentlicht:

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Infrangibile haben auf den Artikel der Störenfriedas geantwortet:

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Respect

„Zeit Online“ erzählt die Geschichte von Otis Reddings Lied „Respect“ und wie Artetha Franklin ihn mit neuer Bedeutung auflud:

In der Tat übertraf Franklins Respect Reddings Original um Längen. Die Aufnahme wurzelte zwar im selben Südstaatensound. Arethas Stimme aber, unterstützt von einem Gospel-Backgroundchor, katapultierte den erdverhafteten Rhythm and Blues Reddings in spirituelle Höhen.

Entscheidend dafür, dass der Song zum Protestlied wurde, war indes noch etwas anderes: dass sie die Perspektive umkehrte. Dass hier eine Frau sang. Dass hier eine Frau Respekt verlangte von ihrem Mann. Sosehr Emanzipation und Gleichberechtigung Schlagwörter der Bürgerrechtsbewegung waren: Mit der Gleichstellung der Geschlechter war es oft auch unter den afroamerikanischen Aktivisten nicht weit her. Im Soul und Rhythm and Blues galt Gewalt in der Ehe nicht selten als Kavaliersdelikt; aus weiblicher Perspektive wurde sie viel beklagt und viel besungen.

Redding forderte Respekt aus der Position des Mächtigeren. Aretha Franklin sprach aus der Position der Benachteiligten. Erst durch diese Umkehrung eignete sich das Lied dazu, Verhältnisse jenseits der eigenen vier Wände mit anzuprangern.

Von Queen Bees und einem manipulierbaren Bienchenstaat, wie er im (Märchen-)Buche steht – Erwachsenwerden in Zeiten des Youtube-Kapitalismus

Es ist so einfach Licht und Schatten zu unterscheiden, wenn die Sonne vom wolkenlosen blauen Himmel brennt und die Augen dank Sonnenbrille nicht unangenehm geblendet werden. So lag ich vor einiger Zeit am Strand und suhlte mich in der südeuropäischen Sonne mal wieder genüsslich in meiner feministischen Wut über die neuesten Youtube-Videos der Lifestyle-Vloggerinnen Dagi Bee und Bibi mit den dazugehörigen Tweets ihrer treuen „Bienchen“ und „Bibinators“, wie sich die Fans selbst nennen. Wahrscheinlich wollte ich mir nur selbst beweisen, dass ich mein politisches Interesse nicht automatisch an der Rezeption des ordentlichen Rentner-All-In-Hotels abgegeben hatte. „Das darf doch wohl nicht wahr sein“, grummelte ich offenbar bereits bestens akklimatisiert in Rentner-Manier vor mich hin, „dass Heerscharen junger Mädchen diesen Queen Bees of Capitalism vollkommen unreflektiert wie ferngesteuerte Zombie-Bienchen mit der gleichen glattgebügelten Frisur hinterherfliegen. Wo sind denn bitte die rebellischen Biene Majas geblieben?!“. Vor kurzem waren solche Lifestyle-Formate in die Kritik geraten; ihnen wurde vorgeworfen die Fans moralisch fragwürdig durch Schleichwerbung auszubeuten. (mehr…)

Schlotte Kamuffel über männliche Feministen

Ich lehne den Begriff “männlicher Feminist” gar nicht grundsätzlich ab. Es gibt sicher welche, die dieses Label verdient haben. Betrachten wir es als einen Orden, eine Auszeichnung, “Feminist” genannt zu werden. Einen Orden verleiht man sich aber nicht selber, den muss man sich erst mal verdienen, bevor andere ihn dann verleihen. Als Selbst-Bezeichnung für Männer finde ich den Begriff wegen der oben beschriebenen Erfahrungen unpassend. Zu groß ist die Gefahr, dass sie ihn missbrauchen, um eigenes mieses Verhalten zu rechtfertigen, Kritik abzublocken, sich über andere zu stellen.

Schlotte Kamuffel: Können Männer Feministen sein?

Boob Power

Der Freitag interviewt Annika Line Trost, die ein Buch mit teils unglaublich absurden Anekdoten über ihre Erfahrung als Frau mit Körbchengröße F geschrieben hat:

Was Ihre Brüste angeht, schreiben Sie von Ihren beiden „Mopswelpen“ – „so groß wie zwei Honigmelonen, so schwer wie vier Hefeweizen“.

Das ist doch ziemlich freundlich. Es wurde immer viel getuschelt und gezischelt. „Euter“, „Bälle“, „Quetschmänner“, „Twin Peaks“, „Gazongas“. Oder: „Du hast so schöne Augen.“ So viele andere Leute haben sich immer wieder ungefragt zu meinem Körper geäußert. Mit dem Buch hole ich mir die Deutungshoheit über meine Brüste zurück. Obwohl: Deutungshoheit klingt so theoretisch. Heute kann ich über vieles auch einfach lachen. Immerhin habe ich mit meinen Brüsten mehr spannende Dinge erlebt als etwa mit meinen Händen.

Die Erlebnisse reichen von Handwerkern, die Ihre Wohnung gar nicht mehr verlassen wollten, über Schmatzgeräusche und Pfiffe von Passanten bis zu dubiosen Castings für Werbespots und Fotostrecken.

Oder auch das: In Cafés hörte ich öfters Frauen am Nebentisch darüber beraten, ob meine Brüste frauenfeindlich seien.

Kriegerprinzessinnen

Ihr kennt sie alle die schönen Prinzessinnen aus unzähligen Märchen und Legenden. Stets in Gefahr, gerettet von stolzen Rittern in strahlenden Rüstungen und mehr oder weniger freiwillig verheiratet. Ich möchte euch doch von ganz anderen Prinzessinnen erzählen:

Es waren einmal in fernen Ländern und Zeiten Prinzessinnen – so tapfer, mutig und heldenhaft wie sonst kein Mann weit und breit…

Alessandra Martines als Fanthagiró (1991-96)Fantaghiró hieß die erste (mehr…)

All Female Jam

Initiiert von einigen Sprüherinnen findet seit sieben Jahren in Berlin zum 8. März der „All Female Jam“ statt – und jedes Jahr sind neue Künstlerinnen dabei und erstellen ziemlich coole Bilder miteinander. Am 8. März 2016 geht’s weiter!

All Female Jam 2015 Detail

All Female Jam 2015 Panorama

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Internationaler Frauen*kampftag 2015

Hier werde ich in den nächsten Tagen Termine zum Internationalen Frauen*kampftag sammeln, die Liste ist also noch unvollständig. Bitte kontaktiert uns via Twitter oder Kontaktformular, wenn ihr auf weitere Events aufmerksam machen wollt! Zahlreiche weitere wunderbare queer/feministische Termine, die in dieser Zeit stattfinden, finden sich wie immer: hier

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Good Night Macho Pride 2015

Anarchafeministisches Vernetzungstreffen in Ukraine (17.–23. April). Die Organisator_innen bitten um frühzeitige Anmeldung!

We are the collective of GNMP-2015 festival organizing anarcha-feminist meeting in central Ukraine taking place from 17 to 23 April.
The main focus of this year will be solidarity and mutual support between anarcha-feminist groups, sharing experiences and ideas.
We aim to support cooperation between people by overcoming linguistic and national boundaries.
There are going to be lectures, workshops, discussions, collective presentations and exchange of regional contexts in the program. The program will be formed together by organizers and participants of the festival. We are open to suggestions.
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