In Wolgograd starb ein Russe nach einer homophoben Attacke (Triggerwarnung).
Nach einem tödlichen Angriff auf einen homosexuellen Mann in Russland am Sonntag haben die Behörden zwei Verdächtige festgenommen. Die Nachrichtenagentur RIA Novosti meldete unter Berufung auf die Behörden in der südlichen Stadt Wolgograd am Montag, dass einer der Verdächtigen eingeräumt habe, das 23-jährige Opfer schikaniert zu haben.
Die Texte aus der vierten Ausgabe des Grrlzines „Wolverette“ gibt’s nun stückchenweise auch online, angefangen mit einem Text, der schön die Reaktionen beschreibt, die frau (auch heute noch!) bekommt, wenn sie sich allein in der Öffentlichkeit bewegt:
I bet all women have sooner or later heard the classic scentence „What is a pretty lady like you doing here, all on her own?“ or at least the one or other version of this stupidity.
It seems to be absolutely NUTS to identify as female and be alone in a public space – not being ditched, not waiting for someone.
Als erstes Bundesland plant Schleswig-Holstein eine flächendeckende anonyme Spurensicherung bei Vergewaltigungen:
„Die sofortige Anzeigenerstattung verlangt das erneute Durchleben der Tat gegenüber einer fremden Person, ohne die Tat seelisch verarbeitet zu haben“, sagt Dudda. So sei auch zu erklären, dass nur ein Bruchteil der Fälle sexualisierter Gewalt gegen Frauen über 16 Jahren zur Anzeige komme.
Doch für eine spätere Verurteilung des Vergewaltigers seien Frauen oft auf die ihre Aussage stützenden Spuren angewiesen, wenn nicht später vor Gericht die Situation „Aussage gegen Aussage“ eintreten solle oder sie mit entwürdigenden „Vergewaltigungsmythen“ wie Rache-Motiven konfrontiert werden möchten. Und diese Spurensicherung muss in der Regel binnen 24 Stunden nach der Vergewaltigung erfolgen.
Eine tunesische Femen-Aktivistin wurde wegen ihres Engagements in der Gruppe von ihren Eltern in die Psychiatrie eingewiesen.
FEMALE SCIENTISTS IN INDUSTRIAL RESEARCH – Jena, 14. und 15. März 2013 – Infos/Ablauf (pdf-Datei)
Koray Yılmaz-Günay erläutert Rassismus in der Bundesrepublik und dass er nicht nur ein Problem der Neonazis ist: „Der Rassismus der einen steht mit dem Rassismus der anderen in Verbindung. Ich denke in diesen Tagen oft zurück an den sogenannten Asylkompromiß. Ist es nicht legitim zu sagen, daß vor ziemlich genau 20 Jahren eine ganz breite Front von durchschnittlicher Bevölkerung, Neonazis und Politik einander in die Hände gespielt haben? Die Pogrome mit Würstchenstand wurden mit der faktischen Abschaffung des Grundrechts auf Asyl belohnt.“ Ganzes Interview
Jennifer Zietz von Turbine Potsdam betrachtet in der taz ihre Karriere aus dem Genderblickwinkel:
Mein Idol war Mehmet Scholl. Der hing zumindest über meinem Bett. Als ich das erste Mal zur Nationalmannschaft kam und dort auf Doris Fitschen und Steffi Jones traf, habe ich schon große Augen gemacht.
Die taz widmet Anne Wizorec einen Artikel, deren #aufschrei-Initiative immerhin zu neuem Bewußtsein bei sexistischen Übergriffen geführt hat:
Erste, zarte Veränderungen zeichnen sich bereits ab. Bei der Antidiskriminierungsstelle des Bundes sind seit Januar deutlich mehr Fälle sexueller Belästigung gemeldet worden. Offenbar hat der #aufschrei manche Frauen ermutigt sich zu wehren. „Da ist ein Funke gezündet worden“, sagt Anne Wizorek.
Jungle World hat Sookee zu One Billion Rising interviewt
Der Tagesspiegel interviewt Sookee zum Thema Sexismus:
Es gab da eine Schlüsselszene vor einigen Jahren. Ich stand auf der Bühne und rappte, auf einmal sprang ein Typ zu uns hoch, zog sich erst das Hemd, dann die Hose aus und stand am Ende komplett nackt da. Alle fanden das richtig geil, feierten diesen Punkrock-Moment. Nur ich hatte Gewaltfantasien. Komm mir bloß nicht zu nah, dachte ich. Er hat das gemacht, weil er es konnte. Männer ziehen ihre Hemden aus, wenn ihnen heiß ist. Eine nackte Frau würde einfach als durchgeknallte Schlampe abgestempelt.
Antje Schrupp analysiert den #aufschrei und was er nun genau bewegt hat oder bewegen könnte.
Rabentochter macht sich Gedanken darüber, wie Flirten (NICHT übergriffiges Verhalten) zwischen den Geschlechtern sexismusfrei stattfinden kann.