kurz und knapp

Kommissarinnen

Bei einer SpOn-Fotostrecke drübergestolpert:

Zahl der Kommissarinnen, die bisher in deutschen Krimis tätig wurden: 121

- Zahl der leitenden Kommissarinnen deutscher Mordkommissionen im wirklichen Leben im Jahr 2005: 0

Täterarbeit

dieStandard interviewt Heinrich Kraus, (Triggerwarnung) der bei der Wiener Männerberatungsstelle schon lange therapeutisch mit Gewalttätern arbeitet:

Wir haben in den letzten zehn, zwöf Jahren viel geleistet und inzwischen gibt es einen Konsens in der befassten Öffentlichkeit, dass es Täterarbeit flächendeckend in Österreich braucht. Auch finanziell ist unsere Stelle heute nicht mehr ausschließlich vom Innenministerium abhängig, sondern bekommt Geld aus verschiedenen ministeriellen Quellen. All das schätze ich sehr positiv ein. Wenn ich mir etwas wünschen dürfte, dann, dass die Behandlungspläne besser auf den individuellen Fall abgestimmt werden. Wir könnten noch effektiver sein, wenn wir bei den Tätern differenzierter hinschauen könnten.

Absolut lesenswert.

Workshop für Betroffene sexueller Gewalt

Eine Gruppe aus Berlin von Menschen, die als Kinder/Jugendliche sexualisierte Gewalt erlebt haben, macht am 15.03.14 einen Workshop mit dem Titel: Tun wir uns zusammen: gegen sexuelle Gewalt! Gesellschaftliche Ursachen & Folgen – politische Strategien & Auswege

Amnestie für Pussy Riot

Es sieht so aus, als würden die inhaftierten Pussy-Riot-Aktivistinnen begnadigt:

Das russische Parlament hat eine von Präsident Wladimir Putin veranlasste Massenamnestie beschlossen. Damit dürften nach Ansicht von Anwälten auch die beiden inhaftierten Mitglieder der Punk-Band „Pussy Riot“ freikommen. In dem Dekret sind ausdrücklich Mütter mit minderjährigen Kindern erwähnt – wie die Aktivistinnen.

Verharmlosung sexualisierter Gewalt

Wichtiger und absolut lesenswerter Text von identitätskritik, der die ganzen Verharmlosungsstrategien bei Diskussionen über sexuelle Übergriffe auseinander (Triggerwarnung):

Hm, vielleicht gibt es dann einige die das doch wirklich auch nicht schön fanden. Dann lassen sich vielleicht so Begriffe wie: „ein bisschen übergriffig“, „nicht wirklich abgesprochen“ oder „ging schon so über ne Grenze“ verwendet, die das ganze schön harmlos klingen lassen. Wenn eine_r nämlich von sexualisierter Gewalt oder gar Vergewaltigung spricht, wird eine Regel gebrochen, eine Grenze überschritten, damit lässt sich eine Erfahrung nicht mehr so einfach übergehen.

Schutzehe/Scheinehe

Interessante Debatte bei der taz: Scheinehe, um Flüchtlinge einzubürgern?

Interessant am Geschäft mit der Ehe ist das asymmetrische Verhältnis, das einer solche Beziehung innewohnt. Hier ein Mensch, der in Besitz eines kostbaren Guts ist, nämlich eines deutschen Passes, der Rechtsstaatlichkeit, körperliche Unversehrtheit, Meinungsfreiheit und soziale Absicherung gewährt. Dort ein Mensch, der ebendieses Gut erlangen möchte, ein Dokument, ohne das ihm die Teilhabe an Arbeitsmarkt und Gesellschaft und die Chance auf Wohlstand verwehrt bleiben, und der bereit ist, das Menschenmögliche für dieses Dokument zu tun.

call for submissions

Das PERIOD ZINE wartet auf eure Zeichnungen, Essays, Comics, Rezepte, DIY-Tutorials usw. zum Thema Menstruation. Klick!

Allensbachzahlen hüben und drüben

Zwei(scrollen) verschiedene Allensbachumfragen zum Gender/Geschlechterstand der Nation.

Nadeschda Tolokonnikowa begründet ihren Hungerstreik

Das inhaftierte Pussy Riot-Mitglied Nadeschda Tolokonnikowa beschreibt in einem eindrucksvollen Text, weshalb sie den Hungerstreik als letzte Lösung sieht (evtl. Triggerwarnung):

In einer anderen Einheit wurden neue Näherinnen, die das Pensum nicht schafften, gezwungen, sich auszuziehen und nackt zu arbeiten. Niemand wagt es, sich gegenüber der Verwaltung zu beschweren. Denn die wird nur lächeln und die Gefangene in ihre Einheit zurückschicken. Dort wird die „Verräterin“ dann auf Befehl der gleichen Verwaltung zusammengeschlagen. Für die Verwaltung der Kolonie ist kontrollierte Schikane eine zweckmäßige Methode, die Häftlinge zu zwingen, sich dem systematischen Missbrauch von Menschenrechten vollkommen zu unterwerfen.

Via

Zu AJZ Bielefeld & Feine Sahne Fischfilet:

Nun denn, den AJZ-Hatern, die sich da gerade im Internet aufblasen, und so tun, als sei das AJZ eine “Feminazi”-regierte “No-Go-Area”, sind solche Details egal. Es geht gegen das AJZ, gegen Linke, gegen Anti-Sexist_innen – klar, da muss man dabei sein und mitpöbeln, was das Zeug hält. Vom “Terror der Traumatisierten” ist die Rede, von “total albernen” Hausverboten, die irgendwer mal im AJZ bekommen hat, wegen “angeblich” sexistischen Verhaltens. Klar, “angeblich” und “sexistisch”, das ist ein Wortpaar, gehört zusammen wie Jacke und Hose.

Schlotte Kamuffel: Feine Sahne Bielefeld – und alle bashen mit…