Archiv der Kategorie 'mode'

Shopping Shopping Shopping!!!

Während meiner Recherchen für eine Stadtführung in Frankfurt bin ich auf das Werbevideo für das neue Skyline Plaza gestoßen. Dabei handelt sich um ein, sich in der Entstehung befindendes, Urban Entertainment Center. Das ist nichts anderes als ein „besseres“ Einkaufzentrum und da die Menschheit ja seit langem weiß, dass es Frauen sind, die dem Shopping besonders verfallen sind (denn ist Schuhe- nicht wie Beerensammeln? Und tun wir das nicht schon seit der Zeit in der wir noch in Höhlen lebten) ist dieses Werbevideo natürlich auf die besonderen Bedürfnisse von Frau zugeschnitten. Da heißt es:
„Jahr für Jahr ziehen Frauen um die 30 zu hunderttausenden in die Großstädte. Sie stolzieren auf der Suche nach Traummann und Traumschuh Arm in Arm die angesagtesten Einkaufsstraßen entlang…“

Oder auch:
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Die Frau, das verschwindende Objekt!

1979 drehte Jean Kilbourne, amerikanische Feministin, Buchautorin und Ex-Model, ihren ersten analytischen Film zum Thema Frauen in der Werbung. Die auf den ersten Blick lustig erscheinenden Werbefilmchen strotzten vor Rollenklischees und instutionalisierten die Frau als Sexobjekt (Teil 2 erschien 1987, Teil 3 im Jahr 2000.) Das war damals, und heute? (mehr…)

„Look good in all you do“

Der obige Titel findet sich seit einiger Zeit als Überschrift zu einem Foto der Werbekampagne eines Friseur_innensalons in Canada. Auf dem Bild ist eine „perfekt“ frisierte und gekleidete Frau zu sehen (wobei perfekt, als den heteronormativen Vorstellungen folgend gemeint ist). Doch eins stört: unsere schöne weiße ZisFrau hat ein blaues Auge. Hinter ihr steht ihr Mann in patriarchaler Pose. Wir befinden uns offensichtlich in einer Szenerie häuslicher Gewalt. Doch wen stört dass solange Frau „schön“ ist? Wen interessieren die Schläge und Erniedrigungen, solange die Frisur sitzt? Der Glamour hält Einzug in den Kontext gewalttätiger Beziehungen. Statt sich gegen Gewalt zu wehren, sollte Frau von heute lieber den schönen Schein wahren. Würde erhält Frau durch Styling, nicht durch Selbstbestimmung. Die Fotografin Sarah Cameron sieht ihr Bild als einen Akt der Kunst, der Grenzen verschiebt. Die Frage ist in welche Richtung? Aus einem kapitalistischen Blickwinkel betrachtet hat sie ein Ziel erreicht: Der Friseur_innensalon ist in aller Munde.
Einige Stimmen in Kanada verstehen die Aufregung von feministischer Seite nicht. Es könnte genauso gut das Bild einer Aufklärungskampagne sein, sagen sie. Nur dann wäre die Message eine andere. Vielleicht, dass auch eine vermeintlich „perfekte“ Frau mit einem genauso „perfekten“ Leben das Opfer häuslicher Gewalt werden kann und es wichtig ist Augen und Ohren diesbezüglich offen zu halten.

Look good in all you do

Nochmal sexistische Werbung

In Berlin sieht man schon überall die neue Werbekampagne von dem italienischen Jeans Hersteller Liu-Jo . Die halbnackte Kate Moss zwinkert den Vorbeikommenden zu und erinnert uns daran, dass Frauen ständig sexy und lüstern wirken müssen, auch wenn sie nur zu Hause liegen und ein paar alltägliche Jeans tragen wollen.

foto2

Die Werbekampagne finde ich irgendwie lächerlich, es ist nach dem Macho-Standard stark übertrieben und gezwungen, man sieht nicht mal die Jeans die sie verkaufen, die weibliche Nacktheit nimmt den meisten Platz des Bildes. Wie kann eine Frau sich dafür entscheiden was zu kaufen, das sie nicht mal gut sehen kann?
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Aus Protest im Rock

Coole Aktion: Um dagegen zu protestieren, daß die Schuluniform auch im heißen Sommer lange Hosen vorschreibt, kam ein britischer Schüler mit Minirock zur Schule.

„Die Mädchen dürfen im Sommer Rücke tragen, die Jungen aber keine kurzen Hosen“, sagte Whitehead vorwurfsvoll. Er werde daher bei heißer Witterung weiterhin die Schuluniform der Mädchen tragen.

Und der 12jährige posiert auch herrlich unverkrampft in diesem Rock für den Fotografen:

‘Wearing a skirt is just like wearing shorts with a gap in the middle. I don’t feel silly at all. I don’t embarrass easily.’

Über Frau mit Bart.

Ist pink schwul?

Bei der Mädchenmannschaft gibt es ein paar Anekdoten zur Blau/Rosa-Dichotomie vor allem bei Kinderkleidung.

Der ZARA-Boykott

Hallo liebe mädchenblogger_innen, mit diesem Beitrag möchte ich meinen Einstand geben. Über Kommentare zu ähnlichen Erlebnissen und über anderes Feedback würde ich mich freuen.

ZARA ist die größte und erfolgreichste spanische Modeketteeine großen Textilkonzerns, die sich laut eigenen Aussage an Laufsteg- sowie Straßentrends orientiert und probiert, diese für ihre Käufer möglichst schnell in kaufbare Kleidung umzusetzen.

Gleich danach kommt MANGO, die zweitgrößte Modekette Spaniens, die auf der ganzen Welt und eben auch in Deutschland erfolgreich ist.

Zara und MANGO sind von der Standortpolitik wie Aldi und Lidl. Sie treten gerne gemeinsam, oft nebeneinander, auf und bieten ein ähnliches Sortiment. Vermutlich wollen sie dieselbe Zielgruppe erreichen und leben daher in „stiller Konkurrenz“. Denn meistens stimmen nicht nur die Preisniveaus, die Trendfarben und Schnitte, sondern auch die ähnlichen Models, die verwandten Papiertüten statt H&M Plastiksack und eben die Gestaltung der Läden. Selbst die beiden Markennamen ähneln sich in Typografie und Der Großschreibung enorm.
Spielt man bei Mango mit schwarzen Wänden, ist es bei ZARA das weiß, welches dominiert. Irgendwie verkehrte Welt mag man meinen.
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Das neue Missy Magazine im neuen Design erscheint am 16.8.!

Unser aller liebstes Popkultur-für-Frauen-Hochglanz-Magazin-dass-wir-am-Kiosk-kaufen-können präsentiert sich ab der nächsten Ausgabe in einem neu konzipierten Komplettdesign. Dies ist nicht zuletzt auf dem Mist zwei neuer Köpfe im Missy-Team gewachsen: Artdirektorin Daniela Burger und Bildchefin Hedi Lusser verpassten der neuen Ausgabe den neuen Look. Auch neu im Kernteam rund um Missy ist Margarita Tsomou – es tut sich also einiges!

Zusammen mit der tollen Coverstory (ein ausführliches Interview mit M.I.A.!) sollte Euch das schon 4,90 Euro wert sein (finde ich). ;)

Missy Mag 08 2010

I like your hair

Haarige Angelegenheit von Pop:sch, einen queeren Band aus Wien:

Not for chubbies

Obwohl „Victoria’s Secret“-Werbespots für die Fernsehsender ABC und Fox offfensichtlich kein Problem darstellen und sie auch ausgestrahlt werden wurde ein anderer Werbespot für Unterwäsche – und zwar einer, der für Plus-Size wirbt, mit entsprechenden Models – abgelehnt. Begründung: „zu sexy“.
Die betroffene Marke „Lane Bryant“ nahm dieses fragwürdige Kompliment zum Anlaß, mit einem sarkastischen Video zu kontern: