Archiv der Kategorie 'mode'

Julie Ruin T-Shirt Design Wettbewerb

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Da es (immer) noch kein offizielles Julie Ruin T-Shirt gibt, hat Kathleen Hanna auf ihrem Blog zu einem T-Shirt Wettbewerb aufgerufen; wer bis zur Deadline am 1. Juni noch einen Geistesblitz hat, kann seine/ihre Idee noch einsenden:

All you have to do is make a Julie Ruin inspired t shirt design and send it to tshirtcontest@kathleenhanna.com The winning entry gets a hundred bux and a mixed cd made by me.

13. März, GÖ: neither your beauty nor your beast

Göttingen, Dorf der schönsten Fem-Demos, läd auch in diesem Jahr rund um den Frauenkampftag ein:


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Ab wann ist Werbung sexistisch?

Ich will die momentan stattfindende Debatte über die Unterwäschewerbung von American Apparel zum Anlaß nehmen, um mal eine kurze Umfrage zu machen, wie es denn mit Werbung und Sexismus eigentlich genau aussieht.
Und zwar aufgrund zweier Punkte: erstmal, weil es eins dieser alltäglichen Themen ist, die einen immer und immer wieder aufregen können bis zum Gehtnichtmehr, gerade weil sexistische Werbung so omnipräsent ist. Und zweitens, weil es (wie man an der immer wiederkehrenden Frage bei Beiträgen zu diesem Thema „Aber warum soll das jetzt sexistisch sein, nur weil man nackte Haut sieht?“) anscheinend alles andere als einfach ist, einen gemeinsamen Konsens zu erreichen, wo denn nun die Linien zwischen den verschiedenen (und auch ineinander übergreifenden) Aspekten wie allgemeine Objektifizierung des menschlichen Körpers im Kapitalismus, sexualisierte Darstellung von Frauenkörpern (und zunehmend auch Männerkörpern) bzw. Teile davon, unnötige/unsinnige sexualisierte Darstellung von Frauenkörpern (und zunehmend auch Männerkörpern) bzw. Teile davon im Kontext der Werbung, sexistische Werbung (in Bild und Text oder Aussage etc.),…
Und dann ist ja auch noch lange nicht die individuelle Empfindlichkeit geklärt – wer sich mit der Thematik beschäftigt, dem oder der fällt manches eher auf, an das Menschen ohne geübt kritisches Auge sich schon derart gewöhnt haben oder eben damit aufgewachsen sind, daß sie es gar nicht wahrnehmen – oder sind oft schon solchermaßen genervt, daß sich ein Beißreflex entwickelt, welcher der objektiven Beurteilung auch nicht immer hilfreich ist.
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Ich mach’s mir selbst

Ich bin im Netz auf eine Kolumne der fiber gestoßen, die offenbar Sextoys oder aber Mastrubationstechniken testet (das bleibt unklar, weil es nur eine Ausgabe der Serie online gibt). Ich möchte euch den Text nicht vorenthalten, weil ich es selbst oftmals äußerst rätselhaft finde, was verschiedene Objekte möglicherweise mit mir machen könnten und eine Zeitschrift wie die fiber irgendwie ein netter Kontext ist, sexuelle Anregungen aus der Warenwelt zu bekommen1. Ich glaube es geht um das auf dem Foto rechts dargestellte Produkt – das ich zumindest mir sicher nicht kaufen werde. Überhaupt finde ich’s ziemlich tapfer, dass die Schreiberin offenbar ein lila Bärchen an ihre Clit gelassen hat … Brumm. (mehr…)

Mädel im Frack? Keine Chance…

Veronica Rodriguez, eine amerikanische Schülerin, wird ihr Foto als einzige nicht im Jahrbuch ihrer Highschool vorfinden. Warum? Weil sie als (lesbisches) Mädchen für das Foto im Frack posiert hat.

She also is gay and feels more comfortable in boy’s clothes. So, Rodriguez said she supported her daughter’s decision to wear a tuxedo, rather than the drape customary for girls, when she had her senior portrait made in July.

But Rodriguez said school officials at Wesson Attendance Center, a K-12 school in the Copiah County School District, were not as supportive and have refused to include the picture in the school yearbook.

Die Schule selbst hüllt sich in dieser Angelegenheit in Schweigen.

Via feministing community.

Sexy Abstinenzler


„I‘m sexy enough to keep you waiting“ – den Spruch kann man jetzt auf nem T-Shirt vor sich hertragen, falls man die Welt wissen lassen muß, daß man keinen Sex vor der Ehe will und trotzdem „sexy“ ist.
Gilt natürlich nur für Frauen.
Wer „den Mann nicht zum Warten bringt“, ist dann halt nicht sexy genug. Oder so.
Ich find’s ja schon komisch, daß es vielen wichtig ist, daß Feminismus als „sexy“ gilt (find ich ja auch, aber geht’s darum wirklich?), aber anscheinend muß jetzt auch Abstinenz mit einem „Aberaberaber… wir sind doch auch sexy!!!“ beworben werden.
Frage: Sexy – für wen? Was IST eigentlich sexy? Und warum muß man das überhaupt ständig sein?

Über Feministing.

Damenbart

Frauen sind so unterschiedlich. Frauen sind keine Barbiepuppen. Die Grenzen zwischen Männern und Frauen sind fließend. Manche Frauen sehen sehr männlich aus und manche Männer sehr weiblich. Ich bin dafür, das es ein drittes und mehr Geschlechter gibt. Es ist an der Zeit, über einige alte Konzepte und Vorstellungen nachzudenken und diese zu erweitern und mehr Raum für Neues zu schaffen, was die Geschlechter betrifft.

Indem ich mich mit meinem Bart in der Öffentlichkeit zeige und noch dazu mit Rock, zeige ich eine Realität, die negiert wird. Eine Realität die es gibt: Frauen haben manchmal einen Bart.
(…)
Wenn ich mein Leben betrachte, wie oft ging es da darum, das zu tun, was Andere wollen, auszusehen wie Andere es wollen, mich zu verbiegen, um andere zufrieden zu stellen. Und jetzt ist die Zeit gekommen, einfach mal zu machen was ich will. Und dabei zu entdecken wer ich eigentlich bin. Denn wenn ich überwiegend das mache, was Andere wollen, dann verliere ich mich selbst.

Frau mit Bart

Das Missy kommt…

Juhuu, nen dickes rotes Kreuz in meinen Kalender – heute in einer Wochemissy cover (also am Montag den 20.10.2008) erscheint die erste Ausgabe des Missy-Magazins! Zu bekommen in allen Bahnhofs- und Flughafen-Handlungen und in gut sortierten Zeitschriftenläden in Deutschland, Österreich und der Schweiz. Hier gibts schoneinmal nen kleinen Einblick, zumindest ins Inhaltsverzeichniss!

Feminismus ist Spitze

War „Feminismus“ bis vor kurzem noch ein Distinktionsbegriff zahlreicher Schmierblätter und Lokalpostillen, zumindest rhetorisch bekundete, aufklärerische – sprich: androzentrische – Ideale gegen vermeintlich blinden Emanzipationswahn und Männerhass selbsternannter Frauenrechtler_innen und Feminist_innen aufzuspielen und somit jedes reformistische oder revolutionäre Streben nach Egalität der Lächerlichkeit preiszugeben, ist es in den vergangenen 12 Monaten verdächtig chic geworden, Personen das Attribut „feministisch“ anzuheften. Sowohl im Sinne des hier bereits erwähnten ÖVP-Politikers Missethon, der rassistische Politiken durch das F-Wort als fortschrittlich zu kennzeichnen versucht, als auch im Sinne so ziemlich jeder Zeitung, welche sich anlässlich Madonnas 50. Jubiläum über deren feministischen Gehalt ausließ. In der Bundeszentrale für politische Bildung bekommt man Thea Dorns „Die neue F-Klasse“ gratis nachgeschmissen und die Autorinnen der Mädchenmannschaft sind nicht nur dort überpropotional produktiv, sondern schmeißen noch lockerflockig ein Alphamädchen-Machwerk auf den Markt.
Autorinnen der Emma stehen derartigen Entwicklungen mit einer gewissen maternalistischen Hähme entgegen, wenn sie anmerken, die „‚neuen‘ Feministinnen“ würden schon“noch merken, worauf es wirklich ankomm[e]“. Letztlich tut im verlinkten Artikel eine alt gewordene Feministin genau DAS, was – zumindest meines Erachtens – von heutigen Feminist_innen vermieden wird: Abgrenzung um jeden Preis. Denn, so würde ich ihr widersprechen, wenden sich heutige Feminist_innen und Frauenrechtler_innen eben nicht „rituell von Geschichte ab“, sondern haben aus den Sackgassen und Kurzschlüssen älterer Kaliber gelernt und bauen dankbar auf ihnen auf. Demgegenüber beweist der zitierte Emma-Artikel, dass es offenbar allzuschwer ist, neuere Feminismusentwürfe zu akzeptieren und man sie daher lieber gleich geradezu stutenbissig verharmlost und als wirkungslos abtut. (mehr…)

Frau gegen Schönheitsideale

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DieStandart.at hat einen interessanten Bericht über das neuste Projekt der östereichischen Künstlerin und Grafikerin Ulla Klopf veröffentlicht. Und zwar handelt es sich dabei um einen Animationsfilm, der für und mit jungen Mädchen entwickelt wurde, um die mediale Darstellung von Frauenkörpern kritisch zu hinterfragen.
Der Kurzfilm „Unique“ erinnert an eine Kollage, aus vermeintlich perfekten Körperteilen, ausgeschnitten aus Modemagazinen und wahllos zusammenfügt, dadurch ergibt sich statt der „perfekten Frau“, eher ein unrealistisches, steriles Bild der Weiblichkeit und Schönheit, welches jegliche Einzigartigkeit verloren hat.
Die Künstlerin will damit vorallem junge Frauen, auf die steigende Zahl an Schönheitsoperationen und deren Verharmlosung aufmerksam machen. Auch geht es ihr darum afzuzeigen, welchem Druck sich v.a junge Mädchen aussetzten um dem öffentlich vermittelten, verzerrten Frauenbild zu entsprechen. Denn immerhin sind 90% der Kosumenten an plastischen Schönheitseingriffen weiblich!

Ulla Klopf hat sich schon durch den Film „kirschen.rummel“ einen Namen in der feministischen Kunstszene gemacht und hat für ihr neustes Projekt eng mit dem „Frauengesundheitszentrum Graz“ zusammengearbeitet.
Desweiteren ist sie Mitglied der feministischen Künstlergruppe LTNC in Graz.
Unbedingt anschauen!

  1. Grafik über www.ulla.at [zurück]