Feministen-Blogs und Gender-Themen werden im Netz systematisch von einer handvoll Maskulinisten zugetrollt. Der Sozialwissenschaftler Hinrich Rosenbrock hat dazu mit „Die antifeministische Männerrechtsbewegung“ eine Expertise für die Heinrich-Böll-Stiftung geschrieben, in der er unter anderem auch auf die Gewaltbereitschaft und die Nähe zum rechtem Rand der Antifeministen hinweist.
Interview
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Archiv der Kategorie 'netzwelt'
An den Anfang am besten erstmal ne große, fette Triggerwarnung!
Beim aus Langeweile durchs Netz klicken bin ich auf ein noch nicht ganz eine Woche altes Interview mit Kriminalhauptkommissarin Heike Lütgert, Dozentin für Kriminologie und Kriminalistik an der FH für öffentliche Verwaltung NRW in Bielefeld, gestolpert. Darin vertritt sie die Meinung, daß das Gewaltschutzgesetz durchaus zu einer kleinen Besserung der Lage geführt habe, nämlich insofern, als daß nun mehr Frauen sich trauen, gegen häusliche Gewalt vorzugehen.
Dabei fällt auch die heißdiskutierte Frage, wie viele Falschanzeigen es denn wohl gebe – und was überhaupt dazu führe: (mehr…)
Sehnen wir uns ewa nach den alten Männerklischees? Kommen wir mit den weicher gewordenen Männern nicht mehr klar? Ein amüsanter Text in der Faz zum Thema Frauenversteher. Auszug: „Dabei würden sich Frauen auch heute noch freuen, wenn ihnen einer mal den Hof macht / die Tür aufmacht / den BH aufmacht, obwohl sie das selbstverständlich allein können.“ Mir persönlich sind die Männer noch nicht „weich“ genug, aber ich bin auch für ein neues Klischee in Richtung lauter „Macho“ mit Respekt. Können doch nicht alle ruhig/ schüchtern/ passiv sein.
Warum sexistische Witze eben nicht „okay“ sind, macht einE KommentatorIn auf linksunten anläßlich der Kritik über Nazis und Sexismus auf dem 28C3 klar. Fand ich so gut ausgedrückt, daß ich’s hier poste. Kann anscheinend sowieso nicht oft genug gesagt werden.
(Achtung, Triggerwarnung: es folgt eine Beschreibung von den kritisierten verharmlosenden Kommentaren).
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Www.kritisch-lesen.de mausert sich seit einigen Monaten zu einem hochkarätigen und durchdachten Rezensionsmedium! Waren schon die vergangenen Ausgaben jeweils sehr geschlechtersensibel ausgerichtet, sind in dieser Ausgabe „Feministische Praxen“ explizit Thema. Dabei werden aktuelle und ältere feministische Bücher besprochen und als vielversprechend zum feministischen Weiterdenken vorgeschlagen. Unter anderem sind mit dabei: „Darum Feminismus!“, „Revolutionäre Frauen“ und „Riot Grrrl Revisited“. Ergänzt wird diese Ausgabe anarchistisch, postkolonial und antirassistisch.
Die Rezensionen sind insgesamt sehr pointiert und sensibel formuliert, freundlich-kritisch zu den Büchern und es wird Interesse an den Büchern geweckt. In diesem Sinne ist diese Ausgabe sehr zu empfehlen! …bei den folgenden sollten aber mehr Frauen zu Rezensionen eingeladen werden!
In letzter Zeit häufen sich mal wieder die zu löschenden Kommentare, wie immer mal wieder, hmpf. 
a) Unter anderem auch zahlreiche Doppelposts oder auch Beiträge, die 2 Minuten nach dem ersten Beitrag geschickt wurden und die dann oft mit ach so passenden Worten wie „Da mein erster Beitrag ja von Euch zensiert wurde…“ eingeleitet werden.
Deshalb nochmal zur Erinnerung: Hier im Mädchenblog landen
alle geschriebenen Beiträge erstmal in der Moderationsschleife. Dort warten sie dann auf jemanden, der sie freischaltet .
Zugegeben, das kann manchmal eine Weile dauern, schließlich sind wir kein professionelles Blog mit angestellten MitarbeiterInnen (MBlog-Leute haben lediglich den Vorteil, daß sie sich gleich nach dem Verfassen eines Kommentars selbst freischalten können).
Wer wissen will, wieso das so ist und wie das genau abläuft: nach dem „Mehr“-Klick steht was dazu.
b) Wie vielleicht doch dem/der Einen oder Anderen bekannt sein dürfte: das Mädchenblog hat eine Netiquette, die eigentlich gut verständlich und auch nicht sooo viel zu lesen ist. Generell empfiehlt es sich, eine Netiquette durchzulesen und sich an sie zu halten, bevor man auf einem Blog postet. Und es hat auch nur Vorteile: Ihr werdet dann freigeschaltet und wir haben weniger Arbeit.
Und wer unsere prima Netiquette nicht mehr so 100%ig im Kopf hat, kann die Gelegenheit nutzen und einfach nochmal reinschauen. Gerade die Punkte 6, 7 und 9 ließen in letzter Zeit zu wünschen übrig. Ähem.
Jetzt zu den Details: (mehr…)
Seitdem Facebook vor ein paar Tagen ein weiteres Mal seine Nutzungsbedingungen zugunsten des Profits und zum Nachteil der Nutzer*innen verändert hat, schreiben sich Journalist*innen auf der ganzen Welt die Finger wund, um darüber zu sinnieren, ob Facebook sich diesmal nun doch ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt hat oder nicht.
Dass parallel dazu ganz andere Petitionen gegen Facebook ins Leben gerufen worden sind, darüber berichten nur eine Hand voll englischer Medien und auf deutscher Seite gerade mal die österreichische „dieStandard“ und die Mädchenmannschaft. Die Petitionen beziehen sich darauf, dass Facebook sich weigert, Seiten vom Netz zu nehmen, die sexualisierte Gewalt verherrlichen bzw. verharmlosen. (mehr…)
Eure Meinung ist gefragt: Laura Gruber von der Uni Salzburg führt eine kleine Befragung im Rahmen eines Forschungsprojektes zu feministischen Öffentlichkeiten im Internet durch und möchte dafür Antworten u.a. von euch, den Leser_innen des Mädchenblogs. Hier könnt ihr teilnehmen und eure Erfahrungen und Wünsche bezüglich der Nutzung unseres Blogs loswerden. Da wir die Ergebnisse auch bekommen werden, könnt ihr die Umfrage auch als anonymen Feedback-Kanal dem Mädchenblog selbst gegenüber nutzen!
Wer sich nicht in die mediale Isolation begeben hat, wird in den letzten Tagen um die folgende Nachricht kaum drumherum gekommen sein: die Piraten sind in das Berliner Abgeordnetenhaus eingezogen. Mit überraschenden 8,9 Prozent darf die junge Partei ganze 15 Sitze bekleiden. Böse Zungen mögen behaupten, die Piratenpartei sei nicht nur jung, sondern auch noch recht inhaltsleer; in jedem Fall lässt sie sich aber bisher schwer einordnen. So wird überall wild darüber spekuliert, ob die Piraten nun rechts oder links, die neuen Grünen oder die neuen Linken sind. Und ein weiterer Punkt spielt irgendwie auch immer mit rein: Unter den 15 Abgeordneten ist nur eine Frau. (mehr…)

Eines Tages, als Floridian Caitlin Boyle an einem stressigen Tag in einer öffentlichen Toilette stand, hatte sie das Bedürfnis, jemandem irgendwas gutes zu tun – und zog kurzerhand einen Zettelblock raus, schrieb „You are beautiful“ drauf und klebte ihn an die Klowand.
Daraus wurde zunächst ein Aufruf, dann ein Blog: sie stellte ein Bild davon online und rief dazu auf, es ihr nachzutun und ein Foto davon an sie zu schicken. Die Mission:
The goal of the Operation Beautiful website is to end negative self-talk or “Fat Talk.” If this little blog only does one productive thing, I hope it helps readers realize how truly toxic negative self-talk is — it hurts you emotionally, spiritually, and physically.
Through my own experiences fighting Fat Talk, I’ve realized the power behind an anonymous act such as Operation Beautiful. When I post a note, I’m saying, “I CHOOSE to be positive!”
Auf die Frage, welche Reaktion für sie am eindrucksvollsten war, sagt sie in „Bust“ Oct./Nov 2010:
It was an E-Mail from a bulimic teen.“She was goinge to purge,“ says Boyle. „She had closed the bathroom stall, and then saw this Operation Beautiful note that someone had left there and that told her that she was good enough and that she was beautiful just the way she was. She said that it really felt like it was a message from the universe that she needed to change her behavior. It wish it was more sociall acceptable to talk about how awesome we all are!“
Ein wundervolle Initative wurde von australischen Studierenden ins Lebengerufen. Auf der Seite „Men speaking out“ sprechen sich zahlreiche junge Männer gegen sexuelle Gewalt an Frauen aus.
I like!
So genannte „Maskulisten“ / „Männerrechtler“ scheuen sich nicht vor Kooperationen mit ganz rechts außen. So lassen sich auf entsprechenden Blogs z.B. Abbildungen mit Hakenkreuz und Reichsadler finden, Gewaltdrohungen und Mordphantasien können auf Blogs und Foren unwidersprochen geäußert werden. Unter dem vorgeschobenen Deckmantel vermeintlicher Meinungsfreiheit werden so explizit Aufrufe zu Gewalt und Hass befördert. Auf einem der Blogs heißt es beispielsweise schon in den Verhaltenshinweisen zur Nutzung der Kommentarfunktion, dass „antisemitische, frauenfeindliche, rassistische, sexistische, homophobe, transphobe, rechtsradikale, islamophobe und gender- ungerechte Meinungsäußerungen nicht nur erlaubt, sondern ausdrücklich erwünscht“(1) sind.
![Buchcover [r]echte Kerle](http://www.unrast-verlag.de/img/images/t000000000340-01.jpg)
Der Autor von „[r]echte Kerle – Zur Kumpanei der MännerRECHTSbewegung“ wurde nach dem Erscheinen des Buches sogleich mit Gewalt bedroht. Er hatte für seine Recherchen einige Wochen und Monate den rechtspopulistischen und rechtsradikalen Positionierungen auf Blogs und in Foren der Männerrechtler nachgespürt. Er arbeitet heraus, wie Rassismus und Antisemitismus, die Abgrenzung gegenüber Schwulen, gegenüber Armen, der Hass auf Frauen auf Blogs und in Foren der Männerrechtler zu den akzeptierten Positionen gehören. Er zeigt, wie diese Positionen mit einem simplen ideologischen Biologismus und einer Verharmlosung der Nazi-Verbrechen einhergehen. Dies führt er jeweils anschaulich an Beispielen aus. (mehr…)
(ACHTUNG! Der/die EinsenderIn des „Clitorida“-Desktops hat sich bislang n och nicht bei mir gemeldet: ich brauch noch Deine Postadresse, falls Du Deinen Gewinn haben möchtest.)
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Um Euch die anderen Einsendungen beim „Bitch up your Desktop“-Wettbewerb, die nicht in die Top 3 gekommen sind, nicht vorzuenthalten – voilà, hier sind sie:
(mehr…)
Ab morgen ist es wieder so so weit: in der Weltstadt Hüll startet das zweite GenderCamp, das BarCamp rund um Feminismus, Queer, Gender und Netzkultur. Da es diesmal bereits nach einem Tag ausverkauft war, ist eine spontane Teilnahme leider nicht möglich – aber wer Lust hat, kann das Event quasi von „außen“ mitverfolgen.
Mädchenblog proudly präsentiert: ein Interview mit Rachel Rabbit White, Sexjournalistin, Bloggerin und Feministin, über ihr Blog auf dem es um ganz viel Sex geht – und das aus feministischer Sichtweise!
Erzähl uns was über Dich und Dein Projekt!
Wenn man mich auf der Straße sieht, kann man vielleicht an meinen lächerlichen – und manchmal ironischen – Outfits erkennen, daß ich mit dem Third Wave Feminismus aufgewachsen bin (oder einfach nur mit den Spice Girls und Kathleen Hanna). Aber wenn man neugierig genug ist, zu fragen, findet man raus, daß ich Journalistin und Bloggerin bin, die über Sexualität, Beziehungen und Gender schreibt.
Mein letztes Blogprojekt war der Lady Porn Day: einen Tag für Frauen, um ihre Gedanken und Erfahrungen mit Porno mal rauszulassen und zum Schluß eine Herausforderung, ihre heißen Links zu teilen. Davor gab es die No Make-Up Week, in der ich die Frauen bat, eine Woche lang ohne Make-Up rauszugehen und dann zu erzählen, was sie dabei so erlebt haben. Bei meinen Blogprojekten geht es um den Erfahrungsaustausch unter (meist) Frauen bei Dingen, die man gern verleugnet oder unterdrückt, Dinge, für die sich zu schämen man uns beigebracht hat. Das sind so die Dinge, über die ich Dialoge eröffnen will. (mehr…)