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Erster Kongress schwarzer Europäerinnen

Während es in Amerika in feministischen Bereichen längst gang und gäbe ist, sich auch mit dem Zusammenhang Rassismus – Frauenhaß auseinanderzusetzen, geht das in Europa (auch hier in Deutschland) zuweilen ziemlich unter.
Um dem Abhilfe zu schaffen, fand vom 27. – bis 29. September in Wien der erste Kongress schwarzer Europäerinnen statt. Warum?

Schwarze Europäerinnen seien Frauen in einer prinzipiell belastenden Lebenssituation, schildert Kongressinitiatorin Beatrice Achaleke vom Wiener Verein AFRA

Als Frau hat man es in einer patriarchalischen Gesellschaft sowieso schon nicht immer einfach. Aber wenn man zusätzlich noch dunkle Haut hat, wird man zusätzlich als „fremd“ wahrgenommen, als jemand, der kein Mitspracherecht in „unserem Land“ (welches auch immer das sein mag) hat. Und somit auch kein Recht, sich zu beschweren.
Ganz zu schweigen vom alltäglich erlittenen Rassismus:

Beim Verein AFRA häuften sich Berichte von Übergriffen auf schwarze Frauen auf offener Straße und in U-Bahnen, „doch die meisten trauen der Polizei nicht“.

Also höchste Zeit, dass man sich zusammensetzt und Strategien austüftelt, wie man zur Gleichstellung schwarzer Frauen in Europa gelangen könnte oder überhaupt mal zusammenzufinden und das Thema aus Sicht der betroffenen Frauen selbst zu besprechen.
Entstanden ist dabei die „Wiener Deklaration“, die man sich hier anschauen/runterladen kann.
Lest sie euch vielleicht einfach mal durch.