An den Anfang am besten erstmal ne große, fette Triggerwarnung!
Beim aus Langeweile durchs Netz klicken bin ich auf ein noch nicht ganz eine Woche altes Interview mit Kriminalhauptkommissarin Heike Lütgert, Dozentin für Kriminologie und Kriminalistik an der FH für öffentliche Verwaltung NRW in Bielefeld, gestolpert. Darin vertritt sie die Meinung, daß das Gewaltschutzgesetz durchaus zu einer kleinen Besserung der Lage geführt habe, nämlich insofern, als daß nun mehr Frauen sich trauen, gegen häusliche Gewalt vorzugehen.
Dabei fällt auch die heißdiskutierte Frage, wie viele Falschanzeigen es denn wohl gebe – und was überhaupt dazu führe: (mehr…)
Warum sexistische Witze eben nicht „okay“ sind, macht einE KommentatorIn auf linksunten anläßlich der Kritik über Nazis und Sexismus auf dem 28C3 klar. Fand ich so gut ausgedrückt, daß ich’s hier poste. Kann anscheinend sowieso nicht oft genug gesagt werden.
(Achtung, Triggerwarnung: es folgt eine Beschreibung von den kritisierten verharmlosenden Kommentaren).
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So richtig erforscht hat es noch niemand, weshalb es stets gerade die Männer sind, die bei den Drogenstatistiken mit Abstand in Führung liegen.
Aber eine mögliche Erklärung, die meiner Meinung nach mehr Aufmerksamkeit verdient, versucht Shelley Masters bei der taz:
Mädchen haben, auch wenn sie ohne liebende Familie aufwachsen, meist eine ältere weibliche Bezugsperson. Egal ob diese eine durch russische Soldaten vergewaltigte Urgroßmutter ist, die Hippie-Oma, die Biologielehrerin oder die Mädchen-Gang-Leaderin: mindestens eine von diesen Frauen macht jeder Heranwachsenden klar, dass Bewusstlosigkeit in der Öffentlichkeit, nachts, das Schlimmste ist, was ihr passieren kann.
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Sonntag, 04.12. ab 18 Uhr Soli-Sause für den Laden der Wildwasser-Selbsthilfe*_im Silverfuture, Weserstr. 206, Berlin-Neukölln_Vernissage: comixx von bixx, Live-Musik: prunella explosion + Comixx-Versteigerung und dazu vegane Suppe!
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So ein Autorinnenpaar macht auf Spiegel-Online sone Serie zu ihrem Buch, eine Art nett-amüsantes Alphabet für Peinlichkeiten der Neunziger, für jeden Buchstaben ein Artikel.
Okay, gegen Ende des ABCs wird’s zugegebenermaßen schwierig, dennoch schrieben sie unter „Q“ den Artikel übers Quälen („Kleine Folter unter Freunden“).
Im SpOn-Forum daraufhin eine kurze und interessante Debatte über körperliche Grenzüberschreitungen (für SpOn-Forum sogar echt lesbar).
Seitdem Facebook vor ein paar Tagen ein weiteres Mal seine Nutzungsbedingungen zugunsten des Profits und zum Nachteil der Nutzer*innen verändert hat, schreiben sich Journalist*innen auf der ganzen Welt die Finger wund, um darüber zu sinnieren, ob Facebook sich diesmal nun doch ein bisschen zu weit aus dem Fenster gelehnt hat oder nicht.
Dass parallel dazu ganz andere Petitionen gegen Facebook ins Leben gerufen worden sind, darüber berichten nur eine Hand voll englischer Medien und auf deutscher Seite gerade mal die österreichische „dieStandard“ und die Mädchenmannschaft. Die Petitionen beziehen sich darauf, dass Facebook sich weigert, Seiten vom Netz zu nehmen, die sexualisierte Gewalt verherrlichen bzw. verharmlosen. (mehr…)
Abtreibung, Vergewaltigung – und die männliche als auch die weibliche Hilflosigkeit bei beiden, wenn darüber gesprochen wird: ein Dialog aus Minette Walters‘ Roman „Die Schandmaske“ zwischen dem Künstler Jack, der mit der Ärztin Sarah verheiratet ist, und der 17 Jahre jungen Ruth, die ungewollt schwanger geworden ist:
„Sarah ist die vernünftigste Ärztin, die ich kenne. Sie wird Ihnen helfen, sich zu entscheiden, was Sie tun wollen, und dann alles für Sie tun. Sie wird Sie nicht zwingen, das Kind zu bekommen, und sie wird Sie auch nicht zwingen, es nicht zu bekommen.“
Die Tränen begannen wieder zu fließen. „Ich will es nicht.“ Sie ballte ihre Hände. „Ist das unrecht?“ (mehr…)
Achtung! Auftaktkundgebung ist vom Brandenburger Tor zum Potsdamer Platz verlegt!
Aufruf zum: „Block der Gesichtslosen – gegen sexualisierte Gewalt“ auf der
Demo gegen den Papstbesuch am 22.09.2011 um 16h am Potsdamer Platz (achtet auf
Änderungen)

Am 22./23. September 2011 kommt Papst Benedikt XVI nach Berlin. Er wird vom Bundestag als Staatsgast empfangen werden und vor Tausenden von Menschen im Olympiastadion eine öffentliche Messe halten. Diesen Anlass werden wir gemeinsam mit anderen nutzen, um unseren Unmut über die Institution der katholischen Kirche auf die Straße zu tragen.
Gegen patriarchale und hierarchische Strukturen
Gegen das Wegschauen und Vertuschen bei sexueller Gewalt gegen Kinder
Gegen das Decken von Gewalttätern durch die Kirche
Gegen dogmatische Denkstrukturen
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Ich glaube in wenigen Fällen haben Kläger*innen sofort mit so vielen Unterstellungen zu kämpfen, wie es bei Kläger*innen in Fällen von sexualisierter Gewalt der Fall ist. Und gerade hier ist die Beweislage meistens sehr schwierig, steht Aussage gegen Aussage in fast immer ungleichen Machtbeziehungen.
Das sexualisierte Gewalt in erster Linie mit Macht (und nicht mit Sex) zu tun hat, wird zwar hin und wieder berücksichtigt; jedoch wird der Machtmissbrauch in den meisten Fällen den Kläger*innen unterstellt. Rache, Erpressung oder „Die will ihn doch nur ruinieren“ werden in die Anklage hinein gedichtet, die Kläger*innen von vorne bis hinten auseinander genommen in der Hoffnung, irgendwelche Punkte zu entdecken, die ihre*seine Glaubwürdigkeit mindern. (mehr…)

Die Planung für den SlutWalk-Aktionstag ist nun vorerst vorüber und somit ist Zeit für neue Projekte frei geworden. Die SlutWalk-Bewegung hat ein überraschend großes und positives Echo erhalten und breite Teile unserer sonst so ignoranten Gesellschaft sind zumindest ein Stück weit wach gerüttelt worden. Wir sollten diesen immensen Erfolg nicht einfach so in der Luft verpuffen lassen und daran anknüpfen, solange die Botschaften noch in den Köpfen der Menschen präsent sind.
Anna von der Mädchenmannschaft hat heute etwas über den „täglichen Slutwalk“ geschrieben – und innerhalb weniger Stunden haben daraufhin zahlreiche Menschen über ihre Erfahrungen mit sexualisierter Gewalt berichtet. Ich weiß nicht, ob ihr schon von der Hollaback!-Bewegung gehört habt, aber diese hat sich genau das zum Ziel gesetzt; Erfahrungen mit sexualisierten Übergriffen öffentlich zu machen, zurück zu pöbeln (das bedeutet Hollaback! übersetzt) und den alltäglichen Sexismus zur Sprache zu bringen. Die Hollaback!-Bewegung kommt aus New York und hat in Deutschland bisher erst zwei Ablegerinnen; eine in Berlin und eine in Dortmund. (mehr…)
Die Protestform der SlutWalk-Bewegung wurde inzwischen viel und breit diskutiert, sie hat viel Anklang gefunden, aber auch immer wieder für Bedenken gesorgt.
- „Das Anliegen ist ja richtig, aber die Mittel sind die falschen.“
- „Ich würde eigentlich gerne mitmachen, aber mir macht es Bauchschmerzen, unter einem Banner zu laufen, auf dem das Wort „Schlampe“ steht.“
- „Ich habe das Gefühl, dass diese Protestform dem sexistischen Normalzustand eher in die Hände spielt, als ihn ins Wanken zu bringen.“
Im folgenden werde ich ein paar Gründe dafür aufführen, weshalb ich mich als (Queer-)Feministin trotzdem dazu entschieden habe, an der SlutWalk-Bewegung mitzuwirken. (mehr…)

Bild: Premiere in Heidelberg, von der unten angegebenen Homepage der Macherinnen
Eine Wanderausstellung thematisiert anhand von Fotos und Porträts Gewalt gegen Frauen:
Dieses neue Projekt nun kreist thematisch um Statistiken zur „Gewalt gegen Frauen“. Das Heidelberger Frauenhaus KARO und Schiffmann wollten diesen Zahlen Gesicht und Geschichte geben, ohne die Frauen dabei erneut aufs Opfer-Sein zu reduzieren. Heraus kam ein ganzes Spektrum von Gewalt. Die 100 interviewten Frauen leben zwischen Heidelberg und Berlin und sind zwischen 15 und 92 Jahre alt. Einige erzählen, bisher niemals gegen sie gerichtete Gewalt erfahren zu haben, andere brechen in Tränen aus, als sie auf das Thema angesprochen werden.
Hier finden sich Termine, Philosophie und weitere Infos.
Ein wundervolle Initative wurde von australischen Studierenden ins Lebengerufen. Auf der Seite „Men speaking out“ sprechen sich zahlreiche junge Männer gegen sexuelle Gewalt an Frauen aus.
I like!
von Nadine (Mädchenmannschaft)
Über den Gehalt der Foto-Lovestorys im Jugendmagazin Bravo lässt sich streiten: Geschlechterklischees und Heternormativität sind immer wieder gern gesehene Zugaben für die Redaktion, um die Geschichten der Jugendlichen mit Inhalt zu füllen.
Uns erreichte gestern ein Hinweis auf diese Geschmacklosigkeit in einer Foto-Lovestory namens “Der One-Night-Stand” (Triggerwarnung!): Neben den üblichen langweiligen sexistischen Implikationen (Jungs wollen unter sich sein und Fußball gucken, Mädchen nerven dabei nur – Mädchen wollen lieber kuscheln, sind emotional und engen ihren Partner ein), wird in diesem Fotostrip nicht-konsensualer Sex dargestellt, ohne diesen zu problematisieren.
Sie betrinkt sich, weil sie sauer auf ihren Partner ist, ein anderer Junge bringt sie nach Hause. Dort schläft sie betrunken ein, während er ihre Lage schamlos ausnutzt. Die Situation wird im Anschluss nicht problematisiert, sondern als “harmloser” One-Night-Stand und “Fremdgehen” verkauft. Als ob das nicht schon unerträglich genug wäre, erfährt sie im Anschluss, dass der Junge, der gegen ihr Einverständnis und ohne Kondom Geschlechtsverkehr mit ihr hatte, ein HIV-Infizierter ist. Zu den Vergewaltigungsverharmlosungen, -mythen und Victim Blaming in dieser Fotoserie gesellen sich also auch noch Vorurteile gegen HIV-Erkrankte, die – pathologisiert und sozial isoliert – rücksichtlos Menschen “anstecken”, sobald sich eine Gelegenheit ergibt.
Besonders widerlich in dieser Bravo Foto-Lovestory ist das Gegeneinander-Ausspielen von diskriminierenden Klischees gegenüber Frauen, die vergewaltigt wurden, und HIV-Infizierten. Wer_welche sich beschweren möchte, kann dies beim Presserat tun oder eine Email an die Bravo-Redaktion schreiben.