mädchenblog http://maedchenblog.blogsport.de Fri, 18 May 2012 09:55:21 +0000 http://wordpress.org/?v=1.5.1.2 en Sexuelle Belästigung – in Frankreich gerade straffrei http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/sexuelle-belaestigung-in-frankreich-gerade-straffrei/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/sexuelle-belaestigung-in-frankreich-gerade-straffrei/#comments Sat, 12 May 2012 22:48:04 +0000 dodo körper sexismus sexuelle gewalt http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/sexuelle-belaestigung-in-frankreich-gerade-straffrei/ Wer momentan in Frankreich sexuell belästigt wird, hat jetzt keine rechtlichen Mittel mehr, dies so anzuzeigen:

Das französische Verfassungsgericht (Conseil constitutionnel, Verfassungsrat) hat am Freitag das 1992 erlassene Gesetz gegen sexuelle Belästigung als verfassungswidrig aufgehoben. Als Begründung für die Entscheidung, die von französischen Frauenrechtsgruppen teils heftig kritisiert wurde, nannten die neun RichterInnen („neun Weisen“, darunter zwei Frauen) die Unschärfe des Gesetzestextes.

Zwar will Hollande nun so schnell wie möglich eine neue, verbesserte Gesetzeslage schaffen, doch bis dahin wären die Täter_innen straffrei.

Die Aufhebung bedeutet, dass alle nach dem Gesetz anhängigen Verfahren eingestellt werden müssen und nicht vor Erlass neuer Rechtsvorschriften fortgesetzt werden können. Die neue Nationalversammlung, die die Gesetzestexte ausarbeitet, wird erst im Juni gewählt. Es wird mit Monaten ohne entsprechendes Gesetz gerechnet.

Das so geschaffene rechtliche Vakuum bringt die Feministinnen im Land auf die Barrikaden. Vor dem Verfassungsgericht fanden sich nach einem Aufruf am Samstag spontan rund 200 DemonstrantInnen ein. „Die Botschaft der Straffreiheit für Belästiger ist abstoßend“, formulierten sie in einem Statement. Von einer „skandalösen“ Entscheidung und einem „historischen Rückschritt“ für die Frauenrechte war die Rede. Kritisiert wurde vor allem, dass die Opfer von der Justiz allein gelassen würden.

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/sexuelle-belaestigung-in-frankreich-gerade-straffrei/feed/
Hamlet, nicht Ophelia http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/hamlet-nicht-ophelia/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/hamlet-nicht-ophelia/#comments Sat, 12 May 2012 21:37:53 +0000 dodo kurz und knapp http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/hamlet-nicht-ophelia/ Interview mit Oksana Sabuschko, ukrainische Feministin und Autorin, über Femen, Escortservice und Postkolonialismus.

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/12/hamlet-nicht-ophelia/feed/
Fuck Gender, versiòn argentina http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/11/fuck-gender-version-argentina/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/11/fuck-gender-version-argentina/#comments Fri, 11 May 2012 13:19:12 +0000 dodo allgemein körper geschlecht http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/11/fuck-gender-version-argentina/ Auch wenn das Ganze noch ausbaufähig wäre: in Argentinien scheinen ein paar Leute begriffen haben, wie unnötig dieser ganze Mann-Frau-Geschlechterzirkus meist ist. Daher sollen künftig alle ihr eigenes Geschlecht bestimmen können!

In Argentinien darf künftig jede und jeder selbst das eigene Geschlecht bestimmen – ganz ohne Hormonbehandlung oder Chirurgie. Es ist ein weltweit einmaliges Gesetz.


Bemerkenswert finde ich auch folgendes:

Am Mittwochabend votierte der Senat mit 55 Stimmen dafür, 17 SenatorInnen enthielten sich, Gegenstimmen gab es keine. Da das Abgeordnetenhaus bereits vergangenen November zugestimmt hatte, brandete vor dem Kongress der Jubel auf.

Zwar ließe sich anmerken, daß die Bezeichnung an sich irrelevant ist und somit unnötig, aber immerhin würden in Argentinien Gendergrenzen in einem Maß gesprengt, wie es hier kaum vorstellbar ist.
Denn während in Deutschland die Behörden schon den Untergang des Abendlandes prophezeien, wenn ein Kind lieber Mädel statt Kerl sein will, soll es dort noch ganz andere Möglichkeiten geben:

Minderjährigen garantiert das Gesetz ebenfalls die freie Geschlechterwahl. Sollten Eltern oder andere Erziehungsberechtigten die notwendige Zustimmung verweigern, kann die minderjährige Person einen sogenannten Kinderanwalt anrufen. Zudem wurden die öffentlichen und privaten Krankenversicherungen zur Kostenübernahme von geschlechtsverändernden Behandlungen und Eingriffen verpflichtet. Damit werden auch hier jahrelange Wartezeiten und bisher notwendige richterliche Genehmigungen abgeschafft.

Inwieweit dieses Gesetz in der Praxis dann für einzelne funktioniert, wird sich zeigen.
Dennoch: davon könnte man sich hierzulande eine dicke fette Scheibe abschneiden. Sieht man auch ganz gut an den Kommentaren zum taz-Artikel – es gibt noch massig zu tun!

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/05/11/fuck-gender-version-argentina/feed/
Men’s Studies http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/27/1407/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/27/1407/#comments Fri, 27 Apr 2012 16:21:25 +0000 classless gefunden kurz und knapp http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/27/1407/

(via Guerilla Feminism)

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/27/1407/feed/
Big heart http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/18/big-heart/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/18/big-heart/#comments Wed, 18 Apr 2012 17:19:32 +0000 dodo sexualität körper feminismus liebe http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/18/big-heart/ Wer kennt das nicht ? Man kann noch so emanzipiert und selbstbewußt sein, vor Bodylove nur so strotzen und mit sich selbst und seinem Körper im Reinen sein – es löst eben doch nicht alle Probleme. Es mag die eigene Lebensqualität zwar enorm steigern, aber die zwangsläufige Interaktion mit einer eben nicht so emanzipierten Welt erlaubt uns oft nicht, diese gewonnene Lebensqualität so aufrecht zu erhalten, wie wir das eigentlich möchten.
Und gerade Übergewicht, speziell in unserer von starren Schönheitsnormen sozialisierten Gesellschaft, läßt uns immer wieder an Grenzen stoßen, die uns daran erinnern, daß die meisten Leute bei Sexappeal eben doch eher an Heidi Klum und Rihanna denken als an Roseanne Barr und Beth Ditto. Egal, wie intelligent sie auch sein mögen.

Crunktastic stellt das am eigenen Leib fest. Als schwarze, dicke Feministin trifft sie immer wieder auf Situationen wie diese:

Several months ago I was in a bar/lounge type spot, with a group of 7 or 8 homegirls. We ranged in size and skin tone, from short and petite, to tall and lanky, from light-skinned to dark-skinned, from skinny to fat (me being the fat one), and everything in between. The homeboy of one of my homegirls happened to be in the club. Now in many ways, he was my type. Mid-height, stocky, dark-skinned, bald-headed. My girl gave us his vital statistics and it turns out the brother is highly intelligent and very accomplished. He was also a natural flirt. This I discovered, as I watched him at different points during the evening, strike up a conversation and flirt with every single girl in the crew—except me. My homegirl indicated to me at some point that I should make sure to meet him, because she thought we’d have similar interests. Not one to be shy, I did at some point attempt to strike up a conversation. He barely acknowledged me! I mean he literally didn’t look me in the eye, made no real attempt at conversation, and pretty much gave me the brush off. And starting talking to another one of my homegirls!

It was clear to me that he wasn’t really that interested in a serious thing with any of the girls at the bar that night. He was just doing the bar/lounge thing, as was I. But why the cold shoulder, from a brother I’d never met? Why the unique snub reserved for the one fat girl in the crew? I wish I could say that this experience was isolated, but it’s been more the rule rather than the exception for me.

Was tun?
Einerseits schreit da der Stolz: „Wenn ich mich erst mit Diäten etc. anbiedern muß, damit wer mit mir ins Bett geht, kann ich auch getrost darauf verzichten!“ Andererseits: die Libido schreit halt auch!
Abgesehen davon will man ja auch nicht unbedingt ums Verrecken den/die ideale_n Partner_in finden, der/die einen in seiner körperlichen Gesamtheit großartig findet. Manchmal will man auch einfach nur vögeln, sich austoben, Körper erforschen, whatever. Und dann ist es ja auch scheißegal, ob der One Night Stand sich an den einen oder anderen körperlichen Attributen stört, der Sex kann ja trotzdem gut sein.
Nun fallen aber manche körperlichen Attribute von vorneherein mehr auf als andere. Gewicht und Hautfarbe sieht man. Pickel am Hintern, unrasierte Muschi oder andere als unattraktiv geltende Merkmale fallen da nicht so schnell durchs Raster.
Und es geht ja auch nicht immer um Sex.
Klar könnte man auch argumentieren: Wer wirklich verliebt ist, findet diese Person ganz automatisch in ihrer Gesamtheit schön und sexy! Das halte ich auch nicht für falsch, aber auf (gegenseitige) Liebe auf den ersten Blick zu hoffen ist nicht unbedingt erfolgversprechender als der vielzitierte Märchenprinz auf dem weißen Roß.
Oft entwickelt sich erstmal eine Dynamik diffuserer Anziehung, die nicht selten überhaupt erst von Sex Appeal angeschubst wurde. Wer optisch aber von vorneherein aussortiert wird, dem wird diese Dynamik aber schnell verwehrt. Es kommt noch nicht mal zum Flirt – geschweige denn zu irgendwas darüber hinaus.
Denn Sex Appeal hat viel mit spontaner, unbewußter Anziehungskraft zu tun. Mit Überzeugung und Logik nicht ganz so viel. Und wo setzen sich Schönheitsnormen fest, wenn nicht zumindest im Unterbewußtsein?

Ich selbst wiege 15 kg weniger als letzten Sommer (was nicht bewußt durch Diäten oder Sport bewirkt wurde, sondern eher unfreiwillig durch beschissene Lebensumstände).
Ich selbst fand mich zuvor kein bißchen weniger sexy, hatte ich doch auch sexuelle Beziehungen der ein oder anderen Art mit Menschen der allerunterschiedlichsten Gewichtsklassen, auch wenn sie mal doppelt so viel wogen wie ich. Probleme? Hatte ich nicht. Sah ich nicht. Auch nicht um mich herum, in meinem Freundeskreis werden Menschen ja gottseidank nicht wegen Gewicht diskriminiert. Die böse Welt ist halt da draußen irgendwo, dachte ich.
Deswegen hat mich die Reaktion auf meine Gewichtsreduzierung auch ziemlich umgehauen! Während ich am Motzen war, daß mir nix mehr paßt und ich erstmal teuer neue Hosen kaufen gehen muß, hörte ich überall auf einmal doppelt so viele Komplimente wie früher – und alle auf mein Gewicht bezogen. „Du siehst ja soooo gut aus!“, „Was bin ich neidisch!“, „Das paßt viel besser zu Dir, das entspricht auch viel mehr Deinem Typ!“ Andere Kommentare wie „Paß aber auf, daß Du nicht zu viel abnimmst, das kann ja auch schnell passieren“ waren eigenartigerweise wiederum selten.
Wtf? Irritation ist gar kein Ausdruck… abgesehen davon, daß die allerbeschissensten Umstände Grund für den Gewichtsverlust waren (neidisch brauch da echt niemand sein!) und das unfreiwillig geschah, ich gern darauf verzichtet hätte – was sollen das für Komplimente sein? Ich krieg ja eigentlich gern Komplimente, aber in diesen schwang stets eine Beleidigung mit, gewollt oder nicht. Sah ich mit 15 kg mehr etwa weniger gut, weniger sexy aus, daß sich (gerade jetzt) alles mit Komplimenten überschlägt? Das sehe ich eigentlich nicht so! Der Witz ist: der Rest ja auch nicht. Eigentlich.
Man ist ja aufgeklärt, scheißt auf die faschistischen Schönheitsnormen, diskriminiert eigentlich niemanden und ist selbst auch alles andere als „perfekt“ oder hat selbst eine_n Partner_in mit Übergewicht. Es herrscht(e) immer eine Atmosphäre, in der sich jede_r mit dem eigenen Gewicht wohl fühlen konnte und kann.
Und dennoch: jetzt werde ich auf zweifelhafte Art als attraktivER wahrgenommen. Diese Erfahrung hat mir gezeigt: das „dick=unattraktiv“-Dogma steckt tiefer in uns drin, als wir es selbst wahrhaben wollen, auch wenn wir es kaum nach außen zeigen, es von uns vielleicht gar nicht wahrgenommen wird. Und das mit zwangsläufigen Konsequenzen, gerade für diejenigen, die eher auf der „falschen“ Seite der Skala zu verorten sind.

Crunktastic hat für sich beschlossen, in die unangenehme Offensive zu gehen:

As un-feminist as I’m sure it is, and as much my Sagittarian self wants to say f**k the world and embrace my life of singleness in a blaze of principled feminist big girl glory, the #truestory is that I’m seriously trying to figure out how I can get my J.Hud on. (Well, maybe not to that extreme!) In my thirties, I’m prioritizing self-care and that includes being loved on and getting my groove on. Regularly. And I know for sure that those things are feminist. I also know being thinner won’t guarantee me a date, but I’m willing to bet it’ll improve my chances.

Diese Entscheidung kann ich gut verstehen und respektieren. Vor allem, weil sie klar macht, daß sie das nicht tut, um irgendeinem Ignoranten zu gefallen, sondern weil sie den Wunsch hat, dadurch ihre Lebensqualität zu verbessern und sie es sich wert ist, ihre Libido nicht brach liegen zu lassen.
Aber applaudieren möchte ich nicht. Es mag ein Ausweg sein, für den sich sicher auch jede_r entscheiden soll, wenn er als der individuell für einen richtige empfunden wird.
Als Rollenmodell, gar Lösung, taugt er aber nicht. Trotz allem ist es eben doch ein gewisses Zugeständnis an Normen, die nicht nur die direkt darunter leidenden betreffen, sondern uns alle krank machen.
Zugegebenermaßen bin auch ich selbst nicht vollkommen frei von Schönheitsidealen – aber im Vergleich zu meinem unsicheren Teenagerselbst oder der Mainstreamgesellschaft habe ich doch einigen lookistischen Schrott hinter mir gelassen. Das ging nicht leicht und schnell – aber es war so ungemein lohnend!!
Nicht nur, was die von Feminismus so viel gepriesene Self-Love zum eigenen Körper angeht, die mich mein Leben um vieles positiver leben läßt. Aber auch auf andere hat sich mein Blickwinkel verändert. Erweitert. Denn wenn Gewicht (ganz zu schweigen von den anderen blödsinnigen „Kriterien“) auf einmal kein Maßstab mehr ist, der pro oder contra bestimmt, dann ist die Welt, die wir erfahren, auf einmal von viel, viel mehr Ästhetik, SexAppeal und Faszination erfüllt. DAS ist auch Lebensqualität, ganz fraglos! Die Welt wird „schöner“ – nicht nur, was physisches Erscheinungsbild angeht. Wer sich nicht mehr auf die von der Gesellschaft diktierten „Knackpunkte“ wie Gewicht, reine Haut, Muskeln, blahblah konzentriert, dem fällt nach einer Weile auf, daß die Menschheit eine viel größere Fülle von Sexappeal bietet – Stimmen, Bewegungen, Gerüche, Blicke, Gesten,… die Liste ist unendlich. Man entdeckt auch eher „schräge“ Vorlieben an „Augenzucker“, die man sich zuvor nicht eingestanden hätte, deren Anblick man jetzt aber richtiggehend genießen kann. Und je weniger verklemmt man mit physischen Merkmalen bei sich und anderen umgehen kann, desto mehr Spaß macht der Sex. Hat der ja nicht unwesentlich mit Körpern und dem Genuß derselben zu tun!
Und für diesen Gewinn bin ich dankbar und strebe an, ihn zu vermehren, das ganze auszubauen.

Das täte dem Herrn aus Crunktastics Beispiel (und nicht nur ihm) vielleicht auch ganz gut. Vielleicht hätte er einen Flirt mit dieser Frau ja dann sehr genossen, vielleicht erkannt, daß sie vor Sexappeal nur so strotzt! Und sich nebenbei eine ganz neue Welt erschlossen.
Dieses „Gewichtshindernis“ abzubauen, wäre für ihn wohl ebenso gewinnbringend gewesen wie für sie.
Wenn er eines Tages auf eine dünne Crunktastic trifft und die beiden mordsmäßigen Spaß miteinander haben – prima Sache. Aber vielleicht nicht so prima, wie wenn dies gewichtsunabhängig geschenen wäre.
Nun liegt aber sicher nicht die Verantwortung bei Crunktastic, dick zu bleiben, um ihm (und anderen) zu beweisen, daß Flirt/Beziehung/Sex mit ihr trotzdem großartig wäre und ihn vor seinen beschränkenden Auswahkriterien zu erretten. Vor allem, weil sie dann auch einen ungerechten Preis zu zahlen hätte.
Die Verantwortung liegt viel mehr bei uns allen (ob dick oder dünn oder sonstwas!), weiter um den Abbau dieser Schönheitsvorschriften zu kämpfen. Und zwar nicht, damit die „armen, dicken Opfer auch mal wen abkriegen“. Sondern, damit wir vielleicht eines Tages erkennen, wie unendlich schön die ganze Menschheit in ihrer jeweiligen Individualität ist. Und die Menschen, die wir ganz für uns persönlich als besonders sexy empfinden (würden), nicht mehr durch einen Topmodelfilter in der Chancenlosigkeit verschwinden.

Crunktastics Beitrag gefunden über Mädchenmannschaft.

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/18/big-heart/feed/
Unsichtbarkeit von Lesben http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/1405/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/1405/#comments Sun, 15 Apr 2012 20:26:42 +0000 paula allgemein sexualität kurz und knapp http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/1405/ media-bubble über die Unsichtbarkeit von Lesben in medialen Berichterstattungen

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/1405/feed/
Kristina Schröder wirbt für die Quote http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/kristina-schroeder-wirbt-fuer-die-quote/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/kristina-schroeder-wirbt-fuer-die-quote/#comments Sun, 15 Apr 2012 15:23:23 +0000 dodo allgemein feminismus geschlecht http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/kristina-schroeder-wirbt-fuer-die-quote/
Es geschehen eben doch noch Zeichen und Wunder!

Kristina Schröder macht Werbung für die Quote:

Bundesfamilienministerin Kristina Schröder will im Fall der Einführung einer gesetzlichen Frauenquote für Spitzenjobs in der Wirtschaft ihr Amt niederlegen.

Noch ein Argument für eine Quote – also alles in allem gar keine schlechte Idee, dieser Plan.

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/15/kristina-schroeder-wirbt-fuer-die-quote/feed/
Joyce Hilda Banda http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/10/jpyce-hilda-banda/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/10/jpyce-hilda-banda/#comments Tue, 10 Apr 2012 02:53:24 +0000 dodo kurz und knapp http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/10/jpyce-hilda-banda/ Ein Porträt in der taz über Joyce Banda, die neue Präsidentin Malawis.

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/04/10/jpyce-hilda-banda/feed/
Rausch, Angst und Herrschaft http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/28/rausch-angst-und-herrschaft/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/28/rausch-angst-und-herrschaft/#comments Wed, 28 Mar 2012 08:29:59 +0000 classless allgemein körper drogen theorie kapitalismus http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/28/rausch-angst-und-herrschaft/ In dem Buch, das bei mir gerade entsteht, soll es um Rausch gehen, also nicht nur um dessen Auslöser (Substanzen, Handlungen), sondern um diesen Zustand, diesen Prozeß selbst, um dessen Funktion, Rolle und Veränderungspotential sowie um seine Unterdrückung und Verwaltung als wesentliche Bestandteile von Klassen- und Geschlechterherrschaft bis in die Gegenwart.

Die mit dem Rausch einhergehende Änderung von Wahrnehmung, Fühlen, Erleben wird vom beherrschten und sich selbst beherrschenden Menschen als Kontrollverlust erlebt. Wie sehr, scheint eng mit dem Ausmaß an Angst in der jeweiligen Person zusammenzuhängen, die denn auch als Angst vor Kontrollverlust in den meisten Schilderungen von Rauscherlebnissen oder Vorstellungen von unerprobten Räuschen vorkommt.

Diese Angst ist – abhängig von der realen Bedrohung – völlig berechtigt und in dieser grundsätzlich gewaltförmigen und übergriffigen Gesellschaftsordnung, in der die veränderten, berauschten Sinne als Kontrollverlust gelten, Kontrollverlust als Schwäche und Schwäche wiederum als Anlaß für Stärkedemonstration, Ausnutzung und Angriff, in fast jedem Menschen anzutreffen. Nicht nur werden solche „Anlässe“ ständig übergriffig ausgenutzt, auch der Rausch selbst ist ein anderer und gefährlicherer, wenn die Angst überwiegt. Rausch kann Angst weiter verstärken und zum psychisch bedrohlichen „bad trip“ werden.

Besonders ausgeprägt müßte die Angst vor Kontrollverlust bei besonders stark bedrohten Menschen in besonders gewalttätigen oder konkurrenzintensiven Lebensumständen sein; nochmal spezifisch stärker je nach dem Grad der Ohnmacht und Entwaffnung in diesen Umständen; und nochmals spezifisch stärker bei denen, für die aufgrund ihrer sozialen Rolle gerade Situationen von Vergnügen, Lust, Verbindung und Entspannung Situationen des größten Angriffs- und Übergriffsrisikos darstellen.

Dirndlverfütterung

Aus der Erfahrung mit berauschten (unzurechnungsfähigen, entgrenzten) Über- und Angreifenden und mit der vorgesehenen Rolle als berauschtem (wehrlosem, mitspielendem oder stillhaltendem) Opfer resultiert oft eine Abwendung und Ablehnung von Rausch, mit der sich jedoch das Subjekt in Angst auch die lustvollen und persönlichkeitsverändernden Möglichkeiten des Rauschs vorenthält und somit Ausschluß, den Herrschaft und Rollenzuweisung betreiben, selbst reproduziert und erweitert.

Da ich Rausch auch positiv in seinem Potential für individuelle und kollektive Veränderung fassen möchte, stehen diese Verdopplung des Ausschlusses vom Erkenntnis- und Lustpotential des Rauschs sowie Strategien zu ihrer Vermeidung/Überwindung mit im Zentrum meiner Überlegungen. Ich bin an Kommentaren, Anregungen und Kritik dazu (wie überhaupt zum Thema Rausch) sehr interessiert, auch an Literaturhinweisen innerhalb und außerhalb des Netzes.

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/28/rausch-angst-und-herrschaft/feed/
Outside the bubble http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/22/outside-the-bubble/ http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/22/outside-the-bubble/#comments Thu, 22 Mar 2012 09:52:46 +0000 LisaCalisa allgemein feminismus geschlecht http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/22/outside-the-bubble/ Outside the bubble

Ich lebe in einer queeren Bubble. Schön ist es hier. Ich habe einen queeren Freundekreis, eine queere Beziehung, gehe auf queere Partys, bastel an queeren Performances, lese queere Bücher, höre queere Musik, gehe zu queeren Ausstellungen, ich organisere feministische Demos und Events, mein Neffe trägt am liebsten Lila, ich lese queere Zines, queere Internetblogs,meine Nachbarin ist queer, ich gehe auf queere Konzerte, ich habe queere Patches auf den Klamotten, ich gehe in queere Bars, mein Zahnarzt ist schwul, meine Frauenärztin lesbisch, meine Theatergruppe queer, meine Friseurin queer; ich diskutiere über Grenzüberschreitung, Diskriminierung in der Szene, Nacktheit auf der Bühne und sprachliche Feinheiten. Kontakte, die nicht reinpassen, werden in der bubble weitesgehend gestrichen. So schön glitzert dann die Seifenblase, kuschelig. Aber täglich zerplatzen diese Selbstverständlichkeiten an der Realität. Täglich muss ich raus aus der bubble, bin die, die anders ist. Muss jedesmal abwägen zwischen Verstecken, Verschweigen, lautstarkt auftreten und verteidigen, geduldig erklären und ganz viel Müll runterschlucken. Meine bubble ist nicht die ganze Welt.
Schwulenwitze hier und da, keine_r, die sich darüber Gedanken macht, ich als Queerulantin, „was regt die sich denn schon wieder auf?!“
Zusammenarbeit mit rassistischen Kolleginnen. Da kann ich nicht weglaufen. „Ach, das ist ja mal wieder typisch für die Russen!“ Kommentar, dagegen halten. Manchmal fehlt mir die Kraft dazu.
Outing, outing, immer wieder outing. Nicht nur für eine Sache, gleich für mehrere, und ich kann die Fragen nicht mehr hören.
Schiefe Blicke. Ich bin die andere- die, nicht mit F r e u n d. Muss ich mich jedesmal erklären?
„Wer von euch ist denn die Frau und wer der Mann?“, stößt mich die Frage vor den Kopf, die ich doch schon tausendmal beantwortet habe und jetzt Durchatmen, Geduld, ich erkläre es n o c h m a l.
Dann mit Nazis zusammenarbeiten, die für ihre Gewaltverbrechen jahrelang gesessen haben. „Das wird mir doch nicht zum Nachteil?“ fragt er. „Nein,“ sage ich und innerlich schreit alles vor Wut.
„Wer aus Liebe heiratet, ist eine Schlampe“. Okay, reeeeewind. Es ist aber kein Platz da, jetzt in diesem verworrenen Konzept noch zu erklären, wie der Schlampenbegriff definiert ist, ich muss mich darum kümmern, dass die Kleine sich nicht mehr ritzt.
Familie, von der immer wieder schiefe Blicke auf die Uhr kommen---wann sucht sie sich denn nun einen Mann?
Kids, die Bushido lieben, Jugendliche, die sich an kleinen Kindern vergehen und Leute zusammen schlagen- meine Diskussionen über Grenzüberschreitung, was bringen mir die hier? Ein Hagel aus sexistischen Schimpfwörtern aus den Mündern 5Jähriger. Okay. Hier einfach Stopp. Als Einzelkämpferin kann ich nicht gegen die 99,9 % ihrer Umwelt anhalten. Es nochmal versuchen. Vielleicht.
Ich bin nicht als Genderbeauftragte unterwegs. Sobald ich an der Oberfläche einer Sache kratze, tut sich ein anderer Schauplatz von Diskriminierung auf. Es fehlt an Zeit, denn dafür bin ich offiziell nicht da.
Lichtblicke gibt es. Wenn das Mädchen, dass sonst nur die Nazilieder der Eltern hört, plötzlich „Pro Homo“ gut findet. Wenn die Kollegin sagt „na gut, auch die Deutschen bauen Mist“. Wenn der Kleine statt „Pimmellutscher“ „Arschloch“ sagt. Oder wenn einfach mal kein Kommentar kommt, wenn ich von meiner Partnerin spreche.
Ich gehe jeden Tag in die andere Welt, jeden Tag zerplatzt die bubble. Ich bin froh, am Feierabend wieder zurück zu kommen. Und trotzdem möchte ich die Realität nicht missen, denn die treibt mich an, immer weiter zu kämpfen. Denn Handlungsbedarf gibt es noch- ohne Ende.

]]>
http://maedchenblog.blogsport.de/2012/03/22/outside-the-bubble/feed/