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Online Harassment – last week, tonight & everyday

Man hat fast schon keine Lust mehr, Onlinesexismus und -belästigung mit Humor zu nehmen. John Oliver versucht es trotzdem:

Schlotte Kamuffel über männliche Feministen

Ich lehne den Begriff “männlicher Feminist” gar nicht grundsätzlich ab. Es gibt sicher welche, die dieses Label verdient haben. Betrachten wir es als einen Orden, eine Auszeichnung, “Feminist” genannt zu werden. Einen Orden verleiht man sich aber nicht selber, den muss man sich erst mal verdienen, bevor andere ihn dann verleihen. Als Selbst-Bezeichnung für Männer finde ich den Begriff wegen der oben beschriebenen Erfahrungen unpassend. Zu groß ist die Gefahr, dass sie ihn missbrauchen, um eigenes mieses Verhalten zu rechtfertigen, Kritik abzublocken, sich über andere zu stellen.

Schlotte Kamuffel: Können Männer Feministen sein?

Total Liberation Interview mit LISA Wiesbaden

Der Begriff „Total Liberation“ taucht in den letzten Jahren immer häufiger in der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung auf. Er umschreibt die Idee, alle emanzipatorischen Bewegungen unter dem Überbegriff „Total Liberation“ zusammenzuführen. Da zu diesem Thema bislang eher wenig geschrieben wurde, haben wir verschiedene Gruppen und Einzelpersonen innerhalb und außerhalb der Tierrechts- und Tierbefreiungsbewegung gefragt.

Wie verstehen und interpretieren einzelne Gruppen und Personen aus dem emanzipatorischen Spektrum das Konzept „Total Liberation“? Welche Perspektiven und Möglichkeiten bietet dieser Ansatz? Welche Herausforderungen und Probleme ergeben sich aus dem Zusammenschluss mit anderen, nichtveganen, emanzipatorischen Gruppen? Wie können wir das Thema für Aktive aus dem emanzipatorischen Spektrum attraktiv zu machen, für die Tierrechte und Tierbefreiung aktuell noch nicht Teil ihres politischen Engagements sind?

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Open call for artists

Folgendes Mail erreichte mich kürzlich und wurde mir erlaubt zu veröffentlichen:

Liebe Alle,

anlässlich des 10-jährigen Jubiläums der Münchener Trans*Tagung im nächsten Jahr (2016), wird es eine große Trans*- und Inter-Tagung für den deutschsprachigen Raum geben, für alle Menschen die sich für ein Leben jenseits der heteronormativen Welt interessieren.

Die 4-tägige Veranstaltung (Himmelfahrt Do 05.05.2016 bis So 08.05.2016) möchte Trans*Menschen, Intersexuelle Menschen und alle Menschen die sich für ein Leben jenseits der heteronormativen Welt interessieren, zusammen bringen und ist zum aktuellen Zeitpunk wie folgt strukturiert:
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Boob Power

Der Freitag interviewt Annika Line Trost, die ein Buch mit teils unglaublich absurden Anekdoten über ihre Erfahrung als Frau mit Körbchengröße F geschrieben hat:

Was Ihre Brüste angeht, schreiben Sie von Ihren beiden „Mopswelpen“ – „so groß wie zwei Honigmelonen, so schwer wie vier Hefeweizen“.

Das ist doch ziemlich freundlich. Es wurde immer viel getuschelt und gezischelt. „Euter“, „Bälle“, „Quetschmänner“, „Twin Peaks“, „Gazongas“. Oder: „Du hast so schöne Augen.“ So viele andere Leute haben sich immer wieder ungefragt zu meinem Körper geäußert. Mit dem Buch hole ich mir die Deutungshoheit über meine Brüste zurück. Obwohl: Deutungshoheit klingt so theoretisch. Heute kann ich über vieles auch einfach lachen. Immerhin habe ich mit meinen Brüsten mehr spannende Dinge erlebt als etwa mit meinen Händen.

Die Erlebnisse reichen von Handwerkern, die Ihre Wohnung gar nicht mehr verlassen wollten, über Schmatzgeräusche und Pfiffe von Passanten bis zu dubiosen Castings für Werbespots und Fotostrecken.

Oder auch das: In Cafés hörte ich öfters Frauen am Nebentisch darüber beraten, ob meine Brüste frauenfeindlich seien.

Kriegerprinzessinnen

Ihr kennt sie alle die schönen Prinzessinnen aus unzähligen Märchen und Legenden. Stets in Gefahr, gerettet von stolzen Rittern in strahlenden Rüstungen und mehr oder weniger freiwillig verheiratet. Ich möchte euch doch von ganz anderen Prinzessinnen erzählen:

Es waren einmal in fernen Ländern und Zeiten Prinzessinnen – so tapfer, mutig und heldenhaft wie sonst kein Mann weit und breit…

Alessandra Martines als Fanthagiró (1991-96)Fantaghiró hieß die erste (mehr…)

Anti-Street-Harassment Woche vom 12. bis 18. April 2015

In der Woche vom 12. bis 18. April 2015 finden auch dieses Jahr wieder weltweit Aktionen gegen Street Harrasment statt.

Bitte teilt diesen Aufruf und beteiligt euch an Aktionen.

Worum geht es hier eigentlich?

“Hey Kleine, geiler Arsch”: auf Geschlecht basierende Belästigung auf der Strasse ist eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen auf der Welt, sie betrifft mindestens 80 Prozent aller Frauen und viele Männer in der LGBQT-Community. Sie umfasst unerwünschte sexuelle Kommentare, Pfeifen, Gaffen bis hin zu Stalking, Grapschen, Exhibitionismus und Angriffen.

Trotz ihrer Allgegenwart und der Beeinträchtigung der Leben der Betroffenen – vom Diktat wohin und wann sie ihr Zuhause verlassen bis zum Einfluss auf die Wahl von Wohnort, Einkaufsmöglichtkeiten, Arbeitsplatz und Hobby – wird sie oft versteckt und normalisiert. Das muss sich ändern.

Öffentliche Räume sollten sicher sein und frei von sexueller Belästigung und Gewalt.

Wir sind der Überzeugung – und die Vergangenheit hat dies wiederholt bewiesen – dass gesellschaftlicher Wandel möglich ist. Schließt Euch uns an!

Weitere Infos gibt es

Hier und hier

Wieder ein interessanter Beitrag von Indyvegan

Schluckbeschwerden

Das Unternehmen True Fruits verkauft mit lockeren Sprüchen und hippem Design Smoothies in Flaschen. Im Zusammenhang mit dem Produkt “Black Edition” kam es nun zu einer Reihe von Beschwerden. Der aufgedruckte Slogan wurde von einer Vielzahl von Kund*innen als lookistisch und sexistisch kritisiert. Für noch größeren Unmut sorgten jedoch die Reaktionen des Smoothie-Herstellers auf diese Kritik.

Erst kürzlich fiel True Fruits durch Fatshaming auf einem seiner Green Smoothies auf. Auf den Flaschen stand: “Wurstfinger weg… is eh #ohnemett”. Anstoß der neuerlichen Kritik war der Flaschentext auf dem Produkt “Black Edition

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Veganismus und Fat Shaming

Da ich in den letzten Tagen und Wochen verstärkt Diskussionen in veganen Gruppen mitbekommen habe, in denen Veganismus als Diät propagiert und die Behauptung aufgestellt wurde, wer sich vegan ernähre, würde abnehmen, habe ich diesen, mittlerweile zweieinhalb Jahre alten, Text ausgegraben, der – leider – nichts an Aktualität verloren hat.

„Die letzten Tage haben mich sehr bewegt. Konkret geht es um verschiedene auf Facebook veröffentlichte Vorher-Nachher-Fotos, wie man sie aus der Werbung von Diätpillen kennt, nur wurde hier vegane Ernährung als Schlankheitsmittel propagiert.

Waren Veganismus und Tierrechte bis vor einigen Jahren noch überwiegend im linken, alternativen, herrschafts- und gesellschaftskritischen Millieu angesiedelt, greift der „Life-Style-Schickimicki“ Veganismus immer weiter um sich. Vertreten durch die hippe, trendige Fraktion der „Ach-was-bin-ich-so-toll-und-kritisch-und-ethisch-korrekt“ Veganer. “

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Und weil Veganismus nicht auf Ernährung reduziert werden sollte, gibt es noch einen Text von Antispe Tübingen.

„Was heute alltäglich ist, hätte noch vor fünf Jahren kaum jemand aus der Tierrechtsszene für möglich gehalten: Geschäfte werben damit, dass sie vegane Artikel führen, große, bürgerliche Zeitungen wie die „Süddeutsche“ oder „Die Zeit“ behandeln den Veganismus in ganzseitigen Artikeln, im Privatfernsehen wird über Veganismus gesprochen, große Fleischkonzerne bringen vegane Produktlinien heraus.1 Sind wir dabei zu gewinnen? Nein und ja…“

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